Kreisverkehr in Schwarzenberg-Heide Anschließend an den Ende Oktober 2010 frei gegebenen Kreisverkehr in Schwarzenberg-Heide will die Stadt in diesem Jahr ein Stück der Erzstraße (hinten rechts) ausbauen. Dafür sind 160.000 Euro eingeplant.

Foto: Lars Rosenkranz

Tag der Sachsen 2013 drückt auf Zeitplan einiger Bauprojekte 2012

Großbaustellen sollen bis Anfang September nächsten Jahres verschwunden sein

Schwarzenberg. Für Freitag hat sich Landrat Frank Vogel im Rathaus Schwarzenberg angekündigt. Er kommt als "Geldbote", bringt einen offiziellen Bescheid mit: Genau 374.508 Euro Fördermittel erhält die Stadt für Abschnitt 2 beim grundhaften Ausbau der Gemeindestraße im Ortsteil Bermsgrün. "Damit ist die Finanzierung des etwa 500 Meter langen Teilstücks gesichert", so Bürgermeister Bernd Weigel. Im Zuge des Vorhabens - Gesamtkosten gut 530.000 Euro - wird auch der Gehweg wiederhergestellt.

Brücke und Depot größte Brocken

Baufirmen bekommen in diesem Jahr in Schwarzenberg und seinen Ortsteilen wieder viel zu tun. Auch die Stadt selbst tritt dabei auf - als Auftraggeberin oder beteiligte Partnerin. Die zwei größten Brocken, die in Regie der Kommune in Angriff genommen werden, haben bei aller Unterschiedlichkeit etwas gemeinsam: Die Bauarbeiten dauern mit Sicherheit bis ins Jahr 2013. Da aber richtet Schwarzenberg Anfang September den Tag der Sachsen aus - und kann dabei keine Großbaustellen im Stadtgebiet gebrauchen. "Das wird ein sehr enger Zeitplan", sagt Bauamtsleiterin Sybille Vogel. Voraussichtlich im September geht der Ersatzneubau der Egermannbrücke los, der auf 1,2 Millionen Euro veranschlagt ist. "Derzeit laufen Abstimmungen mit dem Straßenbauamt, weil wir für den angrenzenden Bereich der Karlsbader Straße einen Kreisverkehr als günstigste Lösung ansehen", so die Bauamtschefin. Aus einem Förderprogramm für kommunalen Straßen- und Brückenbau soll ein Großteil der Mittel fließen. Was vorübergehend nicht oder anders fließen wird, ist der Verkehr: Egermannbrücke und Karlsbader Straße sind stark frequentierte Nadelöhre. Umso mehr werden dort die Bauleute unter Druck stehen.

Stadtumbau Ost heißt das Programm, das die Stadt für den Umbau und die Erweiterung der Feuerwehr- Hauptwache anzapfen will. "Die aktuelle Kostenschätzung beläuft sich auf 3,2 Millionen Euro; etwa 60 Prozent dürften förderfähig sein", erläutert Sybille Vogel. Das Bauantragsverfahren läuft, die Ausschreibung wird vorbereitet. Geplanter Bauzeitraum: April 2012 bis August 2013.

Straßen- und Fußwegbau geplant

Eine reichliche Million Euro kostet der Ausbau der Verbindungsstraße zwischen den Ortsteilen Grünstädtel und Crandorf. Fast 700.000 Euro davon werden gefördert, die Zusage liegt vor. Am 24. Januar werden die nach der Ausschreibung eingegangenen Angebote geöffnet und für die Auftragsvergabe ausgewertet. Wenn das Wetter mitspielt, könnte schon im März Baubeginn sein, um möglichst im September fertig zu werden. Durchaus denkbar wäre eine abschnittsweise Vollsperrung, jeweils bis zum Abzweig zur Siedlung Hohes Rad. Denn auch die dortige Straße wird 2012 für mehrere Monate zur Baustelle. Inklusive des Kanalbaus ist dort mit Gesamtausgaben von rund 590.000 Euro zu rechnen. Gut die Hälfte davon wird gefördert.

Ohne Fördermittel würde auch beim Fußwegbau zwischen Erla und Schwarzenberg nichts gehen. Bedarf ist bei der Landesdirektion jedenfalls angemeldet, um nun den zweiten Abschnitt ab Walzwerk in Richtung Stadt verwirklichen zu können. Dafür rechnen die Planer mit zirka 160.000 Euro Gesamtkosten. Sybille Vogel: "Wir prüfen noch, ob im Bereich der Kraftverkehr-Zufahrt eine Querungshilfe möglich ist."

 
erschienen am 10.01.2012 ( Von Frank Nestler )
 
Kommentare
2
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  • 12.01.2012
    12:01 Uhr

    ders: Und liebe Stadtplaner denkt an meine Idee ... der große Kreisel um das Ringcenter ... einfacher kann man das Nadelöhr - Einmündung der Straße aus Grünhain-Beierfeld (S270) - Abzweig in die Innenstadt (Lorenz Baumarkt/Edeka) - Durchquerung der B101 im Bereich RingCenter - nicht entschärfen.

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  • 11.01.2012
    10:17 Uhr

    wundesknie: auch wenn man nicht immer einer meinung mit den planern ist , aber hier hat die stadt verkehrstechnisch einen großen vorsprung gegenüber anderen erz- regionen. die entscheidungen für das erstellen der kreisverkehre ist mit weitblick geschehen, was man nicht von jeder kommune sagen kann. Zb. in annaberg, da wurden auf krampf die b95 neu gestaltet, und an kreisel wurde nicht gedacht, obwohl der platz vorhanden war und nun hat man mit den hässlichen ampelstops, und ständigen stop & go zu tun. aber gut das man hier in der perle des erzg. etwas neues und gutes durchgesetzt hat. ich sage weiter so , eines tages ist alles neu und fertig ,und der autofahrer ist nicht mehr so genervt wie anderswo

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