Auch dieser unansehnliche Bereich in der Grundschule Antonsthal wird im Zuge der Bauarbeiten, die kommende Woche anlaufen und bis zum Beginn des nächsten Schuljahres beendet sein sollen, mit saniert.
Foto: Lars Rosenkranz
Verbindungsbau und Sozialtrakt an Schule bekommen Generalkur
Mehr als 370.000 Euro werden in die Bildungseinrichtung im Ortsteil Antonsthal investiert
Antonsthal. Seit 20 Jahren leitet Bernd Hahnel die Grundschule in Antonsthal. Nächste Woche, also während der Winterferien, beginnen dort umfangreiche Bauarbeiten, vor allem im Verbindungsbau und Sozialtrakt zwischen Sporthalle und Schulgebäude. Dass die Modernisierungen wirklich dringend sind, umschreibt Hahnel augenzwinkernd: "Ich freue mich sehr, dass ich das noch als Schulleiter erleben darf."
Energetisch sind Schulhaus und Sporthalle schon saniert worden. Beim jetzigen Vorhaben schlägt die Gemeinde Breitenbrunn als Eigentümer und Schulträger zwei Fliegen mit einer Klappe. Denn zugleich wird das dörfliche Gemeinschaftszentrum, das sich mit in der Schule befindet, modernisiert und in seinen Funktionsmöglichkeiten erweitert. "Wir haben Förderquellen gesucht und gefunden. Nun investieren wir insgesamt mehr als 370.000 Euro", erklärt Bürgermeister Ralf Fischer.
Bauherr zapft Förderquellen an
Für das Sanieren von Verbindungsbau und Sozialtrakt fließen aus dem Programm zur integrierten ländlichen Entwicklung in Sachsen gut 211.000 Euro. € Drei Viertel kommen von der EU, ein Viertel vom Freistaat. Damit kann die Gemeinde rund 63 Prozent der im Vermögensetat geplanten Gesamtausgaben in Höhe von 337.400 €Euro abdecken, 37 Prozent bleiben als Eigenanteil.
Teil 2 des Sanierungsvorhabens betrifft die zum Teil von örtlichen Vereinen genutzten Räume samt Flur im Kellergeschoss der Schule. Dafür sind aus dem selben Förderprogramm reichlich 21.000 Euro bewilligt worden. Das deckt immerhin 59 Prozent der geplanten Gesamtausgaben von knapp 36.000 Euro ab.
Alle Bauteile stammen von 1988
Der eingeschossige Verbindungsbau bedarf einer Generalkur. "Alle Bauteile, wie Fußböden, Wand- und Deckenbeläge, Dachbeläge, Türen und Fenster, auch die ganze Haustechnik, stammen noch aus dem Baujahr 1988 und sind völlig verschlissen", umreißt Joachim Lang aus dem Bauamt die Ausgangssituation. Planer Christian Fritzsch hat in Abstimmung mit Gemeinde und Schulleitung Lösungen erarbeitet, die dem Schulbetrieb, aber auch den anderen Nutzungen dienen - bis hin zum rollstuhlgerechten Zugang. Die Gemeinde entschied, beide Bauteile gemeinsam auszuschreiben, sie aber abrechnungstechnisch zu trennen. Lang: "Wir wollen so bessere Preise erzielen und den Verwaltungsaufwand minimieren." Das Vorhaben wurde in zwölf Lose aufgeteilt, vier waren Mitte Dezember beschränkt ausgeschrieben worden. In ihrer ersten diesjährigen Sitzung vergaben die Gemeinderäte diese Aufträge.
Aufträge bleiben in der Region
Die Baumeisterarbeiten gingen für zirka 69.000 Euro an die IGW-Bau Schwarzenberg GmbH. Fenster und Türen erledigt für etwa 52.500 Euro die Firma Stüdemann aus Markersbach. Heizungs- und Sanitärinstallationen führt für 46.530 Euro die Klempner und Installateure GmbH Schwarzenberg aus, Elektroinstallationen für rund 24.780 Euro die Firma Schramm & Lorenz Antonsthal.


