Vereine zeigen Sonnenleithe von bester Seite
Im Schwarzenberger Stadtteil gibt es heute fast 30 Initiativen - Die hatten zum dritten Mal gemeinsam ein großes Fest auf die Beine gestellt
Schwarzenberg. Schwarzenberg. Nach 2006 und 2008 haben die Einwohner des Schwarzenberger Stadtteils Sonnenleithe am Samstag ihren 3. Tag der Vereine gefeiert. Auf dem Parkplatz der ehemaligen Edeka-Kaufhalle herrschte buntes Treiben: Bastelangebote, Riesenrutsche, Kaffee und Kuchen sowie Vereinspräsentationen fanden bei den zahlreichen Gästen großen Anklang.
Auf der Bühne wurden unter anderem Live-Musik mit den Pöhlbachmusikanten und ein Programm des Awo-Kinderhauses Sonnenschein geboten. Außerdem setzten Steppkes mithilfe ihrer Väter erstmals das Stadtteilpuzzle zusammen. Dieses 20-teilige Großpuzzle gestaltete der Schwarzenberger Karikaturist Ralf Alex Fichtner. In schrillen Farben malte er den Stadtteil Sonnenleithe.
Den Hut für die Veranstaltung hatte Stadtteilbetreuerin Diana Tilp auf, die seit Januar das Bürgerbüro leitet, das sich in Trägerschaft der Arbeiterwohlfahrt (Awo) befindet. Da die Awo in diesem Jahr ihr 20-jähriges Bestehen im Landkreis feiert, wurde das Vereinsfest auch als Awo-Geburtstagsfeier genutzt. "Ich konnte auf die gute Vorarbeit meiner Vorgänger aufbauen. Uns geht es darum, den Stadtteil von seiner besten Seite zu präsentieren. Die Angebote, die es im Wohngebiet gibt, sind so vielfältig", sagt Tilp. Als Leiterin des Jugendclubs Phönix in Grünhain hatte sie schon über Jahre Erfahrungen im Organisieren gesammelt, und bei den Vereinen musste sie nicht lange betteln.
Knapp 30 Vereine und Initiativen gibt es in Sonnenleithe. Das Spektrum reicht von Frauen, die sich zu kreativen Bastelnachmittagen verabreden über das Deutsche Rote Kreuz, dessen Kreisgeschäftsstelle ihren Sitz im Stadtteil hat, bis hin zum Bürgerverein, der sich für sein Wohngebiet stark macht.
Dessen Vorsitzender Gerhard Rose ist überzeugter Sonnenleither: "Es hat sich in den vergangenen Jahren viel getan. Der massive Gebäude-Rückbau ist aber schade. Wir wollen zwar, dass die Leute hierbleiben, doch es fehlt die Industrie und damit gibt es zu wenig Arbeitsplätze."
Ein Stein ist Rose vom Herzen gefallen, als im Stadtteil endlich wieder eine Kaufhalle eröffnet hat. "Damit ist die Versorgung gesichert", freut sich der Vereinschef. Handlungsbedarf bestehe aber weiterhin, so müssten einige Straßen und Fußwege dringend erneuert werden. Parkplatzmangel hingegen stellt aus seiner Sicht kein Problem mehr dar: "Da gibt es mittlerweile genug."
Kai Zierfisch ist vor zwei Jahren von Beierfeld nach Sonnenleithe gezogen: "Die Miete ist günstig. Ich wohne im 5. Stock und habe eine hervorragende Sicht auf Schwarzenberg." Jeden Mittwoch trifft er sich mit Bekannten zum Fußballspielen auf dem Sportplatz. "Da treten immer die Jüngeren gegen die alten Herren an." Bedauerlich findet der junge Mann, dass die Jugend fehlt. "Das ist aber das generelle demografische Problem in unserer Region."
Die 15-jährige Katja Gebhardt war vom Stadtteilfest angetan. "Endlich ist mal was los. Nur die Musik könnte besser sein. Schade, dass nichts für Jugendliche gespielt wird." Und was gefällt ihr an ihrem Stadtteil? "Die ruhige Lage. Die ist super." Außerdem freut sie sich, dass in Schwarzenberg ein Hallenbad gebaut wird. "Schön, dass es hier entsteht."


