B 101 wird erneut zur Großbaustelle
Sanierung in Gehringswalde beginnt voraussichtlich am 22. März - Großräumige Umleitung führt über Marienberg
Gehringswalde. Gehringswalde. Kraftfahrer, die die Bundesstraße 101 zwischen Heinzebank und Annaberg nutzen, müssen bald längere Fahrzeiten in Kauf nehmen. Voraussichtlich ab 22. März, zwei Tage nach dem kalendarischen Frühlingsanfang, wird die für das Erzgebirge wichtige Trasse in Gehringswalde wieder gesperrt, sagte Jörg Stefan von der Bauleitung der Großrückerswalder Firma Swing & Cut am Donnerstag. Damit tritt erneut eine großräumige Umleitung über Marienberg in Kraft.
Eigentlich wollte die zusammen mit der Schuckbau GmbH agierende Bietergemeinschaft schon am kommenden Montag die Arbeiten in dem Wolkensteiner Ortsteil fortsetzen. Doch bislang liege die vom Landratsamt benötigte verkehrsrechtliche Genehmigung nicht vor.
Für die Bauleute gilt es, die 800 Meter lange Fahrbahn ab Einmündung Warmbad bis Ortsausgang in Richtung Hilmersdorf auszubauen. Gleichzeitig kommen Versorgungsträger wie Trinkwasserleitungen und Stromkabel in die Erde. Flankierend sind auf einer Länge von 300 Metern Stützmauern und Randbalken - auch eine Art Stützwand - zu errichten.
"Bis Mitte August wollen wir fertig werden", sagt Jörg Stefan. Das liegt nur etwa zwei Wochen hinter dem ursprünglich genannten Termin der Fertigstellung 30. Juli. Allerdings haben die Unternehmen im Vergleich zu früheren Planungen heute mehr Leistungen zu erbringen - etwa hinsichtlich der Verlegung von Versorgungsträgern. Nicht vorgesehen sei auch die Erneuerung der Straßenbeleuchtung unter Regie der Kommune gewesen. Grund: Die alten Lampen waren an den Strommasten der Freileitungen befestigt, die jetzt unterirdisch verlegt werden sollen.
Ein weiterer Grund, weshalb sich die Arbeiten im Vorjahr länger hingezogen als erwartet, waren schwierige Bodenverhältnisse. Mario Wabbel vom Straßenbauamt Plauen sprach damals von "Lockergestein", das die Bauleute ersetzen mussten. Allein die Bauleistungen für den dritten Abschnitt in Gehringswalde belaufen sich laut Stefan auf annähernd 1,5 Millionen Euro.


