Bauantrag für ein nobles Hotel in Warmbad gestellt

Kurort soll Vier-Sterne-Herberge erhalten

Wolkenstein. Die Modama Hotelgesellschaft i. G. hat einen Bauantrag für die Errichtung eines Vier-Sterne-Resorthotels auf der Gemarkung Warmbad gestellt. Diesen Sachverhalt, der aus einem Beschlussentwurf des Stadtrates hervorgeht, bestätigte am Montag der Wolkensteiner Bürgermeister Guntram Petzold (parteilos). Seit 2009 ist bereits ein dringend benötigter Hotelneubau für den Kurort Warmbad immer wieder im Gespräch gewesen. Auf einer Wiesenfläche oberhalb des bereits bestehenden Hotels "Brunnenfee" und direkt an der Silbertherme soll dieses Haus der gehobenen Klasse entstehen, so Petzold. Über einen "Bademantelgang" bekomme es eine Anbindung zur Silbertherme, dem wärmsten und ältesten Thermalbad in Sachsen.

Hinter Modama steht Stefan Kiefer. Er ist Geschäftsführer und Eigentümer des Hotels Ramada Bad Brambach Resort - gleichfalls ein luxuriöses Haus mit Vier-Sterne-Klassifizierung, das über eine Bade- und Saunalandschaft verfügt. Er bestätigte, dass er im Kurort Warmbad knapp 15 Millionen Euro investieren möchte. Fördermittel in Höhe von sechs Millionen Euro stünden nach guten Vorgesprächen in Aussicht, seien aber noch nicht bewilligt, sagte Stefan Kiefer am Montag.

Er plane in Warmbad ein Medical-Wellness-Hotel mit 150 Zimmern und Suiten. Gerechnet werde mit 50.000 bis 70.000 Übernachtungen im Jahr. "Warmbad ist ein sehr geschichtsträchtiger Kurort. Außerdem macht die Betreibergesellschaft dort einen ordentlichen Job, und die Silbertherme kann ja auch noch ein paar Gäste mehr vertragen", begründete Investor Kiefer die Wahl des Hotelstandortes. Gerade für einen medizinischen Erholungsurlaub sei Warmbad mit seiner Ruhe und vielen Wandermöglichkeiten gut geeignet.

Es habe ihn schon sehr positiv überrascht, wie sich der Kurort Warmbad, den er noch aus den Zeiten kurz nach der Wende kannte, entwickelt habe. Baubeginn für das Vier-Sterne-Hotel in Warmbad soll aus heutiger Sicht im kommenden Jahr sein, mit der Fertigstellung werde schon 2013 gerechnet.

Die Stadtverwaltung wolle alles dafür tun, um dieses Vorhaben optimal zu unterstützen, versicherte Petzold: "Denn das ist wirklich ein Lichtblick für die Entwicklung des Kurortes." Schon allein mit der Kurtaxe der Hotelgäste könnte die Kurgesellschaft in Warmbad mehr Einnahmen verzeichnen. Das würde zu einer Entspannung der wirtschaftlichen Situation führen. Bekanntlich hatte der Landkreis angekündigt, seine Zuschüsse für Warmbad zurückzufahren. Zudem erwartet Bürgermeister Petzold von der Investition eine Art Initialzündung für die weitere Entwicklung von Warmbad.

Als eine mögliche Folgeinvestition könnte sich vielleicht auch für das noch immer leer stehende Pawlowhaus - eine in den 50er-Jahren errichtete Kurklinik der Wismut - eine neue Chance ergeben, hofft Petzold. Der Stadtchef von Wolkenstein verwies aber zugleich auch darauf, dass mit dieser nunmehr in Aussicht stehenden Hotelinvestition perspektivisch wohl eine Erweiterung der Silbertherme ins Auge gefasst werden müsste. Auf der Tagesordnung stünde dann zudem die Ausgestaltung der Infrastruktur.

 
erschienen am 14.11.2011 ( Von Gudrun Müller )
 
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