Jugendprojekte im Erzgebirgskreis sollen gefördert werden

Unkomplizierte Unterstützung für Ideen geplant - Kein Widerspruch zu Kürzungsplänen des Landes

Zschopau. Zschopau. Mit der Initiative "Domino" will der Kreisjugendring Erzgebirge Projekte Jugendlicher im ländlichen Raum unterstützen. Junge Menschen können sich mit ihren Ideen bis 20. Mai bewerben.

Koordiniert wird die Initiative vom Flexiblen Jugendmanagement im Kreisjugendring, das vom sächsischen Sozialministerium ins Leben gerufen wurde, vom Land gefördert wird und im vergangenen Herbst im Erzgebirge angelaufen ist. Eines der Hauptziele des Jugendmanagements erläutert Sina Bonitz, Mitarbeiterin beim Kreisjugendring Erzgebirge in der Regionalstelle Ehrenfriedersdorf: "Projekte von Jugendlichen sollen gefördert werden, damit die weißen Flecken in der Landschaft nicht durch braune ersetzt werden." So soll auch "Domino" offen sein für alle Nationalitäten und Jugendliche verschiedener sozialer und kultureller Herkunft, Religion, Sprache und Ethnie. "Lediglich extremistisch orientierte Projekte werden bei Domino keine Beachtung finden", heißt es.

2009 sei der Verein auf die gleichnamige Initiative des Kulturbüros Dresden gestoßen. Nun richtet sie sich im Kreis an 12- bis 25-Jährige, die eigene Ideen in die Tat umsetzen möchten und ihr Umfeld mitgestalten wollen. "Es geht um kleine Projekte: Vom Themenabend bis zu den T-Shirts für die Tanzgruppe", erklärt Sina Bonitz. Unterstützt werden sollen unkompliziert lose Gruppierungen, hinter denen kein Verein steht und die sonst kaum Chance auf Förderung hätten. Am 29. Mai werden die Bewerber ihre Ideen in Adorf präsentieren. Auch die Jury setzt sich aus Jugendlichen zusammen und erarbeitet selbst die Vergabekriterien. Dafür nimmt der Kreisjugendring bis 20. April Bewerbungen an. So sollen die Jugendlichen demokratische Prozesse kennenlernen. Insgesamt stehen 4000 Euro zur Verfügung. Gefördert wird "Domino" mit Mitteln aus dem Bundesprogramm "Vielfalt tut gut. Jugend für Vielfalt, Toleranz und Demokratie". Einen Widerspruch angesichts der Pläne des Freistaates, die Jugendpauschale zu kürzen, sieht Maria Vetter, Vorstandsvorsitzende des Kreisjugendrings, nicht. Denn das seien Landesmittel, die wegfallen sollen, betont sie. Das Vorhaben des Freistaates war auf heftigen Widerstand bei Trägern der Kinder- und Jugendarbeit gestoßen. Sie sehen Stellen und Projekte gefährdet. (mit kit)

 
erschienen am 17.03.2010 ( Von Franziska Muth )
 
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