Steinbeule in der Stützwand verankert
Noch bis Mitte August Sicherungsarbeiten an der B 101 bei Wolkenstein - Für 150.000 Euro wird Winterschaden beseitigt
Wolkenstein. Wolkenstein. Noch bis Mitte August müssen Fahrzeugführer an der Einmündung der Staatsstraße 228 auf die Bundesstraße 101 am Wolkensteiner Ortsteil Floßplatz damit rechnen, dass der Verkehr über eine Lichtsignalanlage geregelt wird. Denn die Zweigstelle Bad Schlema des Straßenbauamtes Plauen hat Bauunternehmen beauftragt, die Stützwand der B 101 in Richtung Schönbrunn statisch zu sichern. Nach dem vergangenen Winter hatte sich an dieser Mauer vermutlich durch anhaltenden Frost und eingedrungenes Wasser eine so genannte Ausbauchung gebildet. Das war vom Zweigstellenleiter Frank Weigel zu erfahren. Die Steine der Wand hatten sich wie eine große Beule aus dem Mauerwerk förmlich herausgedrückt.
"Das war schon extrem", sagte Michael Schwinger vom Straßenbauamt Plauen. Die Ausbauchung sei aber rechtzeitig von der zuständigen Straßenmeisterei Gornau entdeckt worden. Sonst hätte in kürzester Zeit die Mauer einstürzen können, schildert Weigel den Ernst der Situation. Die Folgen wären wohl verheerend gewesen. Denn eine Vollsperrung der B 101 an dieser wichtigen Zufahrt aus Richtung Zschopau und Scharfenstein hätte die Verkehrsführung in der Region noch komplizier gestaltet. Bekanntlich ist diese Bundesstraße bereits seit einem Jahr in der Ortslage Gehringswalde in der Nähe von Wolkenstein wegen Straßenbaus vollgesperrt. Zudem hätte ein Neubau der Stützmauer laut Weigel rund eine halbe Million Euro gekostet. Für die jetzigen Sicherungsarbeiten, die im April begonnen haben, kommt das Straßenbauamt mit 150.000 Euro aus. Dabei wird die Stützwand im Fels durch Stahlanker regelrecht befestigt und erhält noch eine Betonkappe. Die Mauerkrone, zugleich Zugang zu einem Wohnhaus, wird im August mit einem neuen Geländer versehen. Die Steinbeule sei zwar noch sichtbar, aber keine Gefahr mehr, betont Weigel. Während die statische Sicherung die Firma Bausanierungstechnik Ost GmbH aus Glauchau übernommen hatte, führt das Bauunternehmen "Glück auf" GmbH aus Lauterbach den Betonbau aus und errichtet das Geländer. Bis Ende des Monats wird der Verkehr dort noch über eine Ampelanlage vorbeigeführt. Das ist dann erneut Mitte August der Fall, wenn abschließend das Geländer auf der Stützwand montiert wird


