Turnhallensanierung mit vielen Fragezeichen
Erwartete Fördermittel bleiben in Börnichen aus
Börnichen. Börnichen. Die Innensanierung der Turnhalle in Börnichen kann offenbar nicht so fortgesetzt werden wie ursprünglich geplant. 2009 waren für das Objekt knapp 100.000 Euro bereits in neue Fenster, ein neues Dach und in die Außenfassade - überwiegend Mittel des Konjunkturpaketes II - investiert worden. Wie es nun im Inneren weitergeht, ist derzeit noch eine Rechnung mit vielen Unbekannten. Das ist das Fazit einer eilig einberufenen Sondersitzung des Börnichener Gemeinderates am Dienstagabend. Denn die erwartete Förderung werde trotz Bemühungen des Verwaltungsverbandes Wildenstein 2010 aus jetziger Sicht wohl ausbleiben, schaffte der Verbandsvorsitzende Eckhard Börner Klarheit.
Selbst bei einer abgespeckten Variante, bei der auf eine Tribüne, auf die Innendeckenerneuerung, auf die malermäßige Instandsetzung und ein barrierefreies WC verzichtet würde, rechnet Planer Jörg Walther mit Kosten in Höhe von 292.000 Euro. Doch die kann die Gemeinde derzeit allein nicht aufbringen, obwohl sie eine verfügbare Rücklage von 428.000 Euro besitzt. Aber Kämmerer Hans Grimmer sagte klipp und klar, dass nur mit einem Finanzpolster bis 2013 der Haushalt gesichert werden kann. Denn die Schlüsselzuweisungen sinken, die Gemeinde habe nur geringe Einnahmen aus der Gewerbesteuer zu erwarten. Aus dem Vermögen des Ortes können deshalb in diesem Jahr nur 172.000 Euro entnommen werden. Neben den Eigenmitteln für den Ausbau der Rathausstraße, einen neuen Heizungskessel für die Kita und die Kredittilgung stehen damit nur 146.000 Euro für die Turnhalle bereit. Würde die gleiche Summe nochmals an Fördermitteln fließen, wäre zumindest die abgespeckte Variante realisierbar. Doch jetzt klafft noch ein Loch. Vorerst wollte auch keiner im Rat über zwei weitere Varianten des Planers diskutieren, bei denen zusätzlich noch auf die Fertigstellung der Umkleideräume oder auf den Bau neuer Sanitärräume verzichtet werden müsste.
Jetzt sollen erstmal die notwendigen Arbeiten ausgeschrieben werden, um die tatsächlichen Kosten einschätzen zu können. Dann wolle sich der Rat erneut mit dem Thema beschäftigen. Manfred Schönwitz (Freie Wähler) mahnte an, dass geprüft werden sollte, was an Eigenleistungen vom Sportverein erbracht werden kann. Das erweiterte Bürgermeister Udo Fröhner auf alle Vereine des Ortes. Auf einen winzigen Hoffnungsschimmer machte der Verbandschef Börner aufmerksam: Es könne vielleicht sein, dass im Sommer durch einen möglichen Kassensturz bei den Mitteln aus dem Konjunkturpaket II nochmals Geld verteilt werden kann. Voraussetzung wäre, dass die Innensanierung der Halle noch nicht begonnen hat oder ein so genannter förderunschädlicher vorzeitiger Baubeginn genehmigt wird.


