Helmut Fenner am Rastplatz am Grünhainichener Bahnhof.
Foto: Dirk Trautmann
Wanderwegewart hinterlässt zahlreiche Spuren
Helmut Fenner zieht sich aus seinem Ehrenamt zurück
Grünhainichen. Grünhainichen. Wer rings um Grünhainichen einen der vielen Wanderwege nutzt, trifft auf gut ausgeschilderte Pfade. Bänke und Bankgruppen laden zum Rasten ein, Hinweistafeln vermitteln Informationen. Helmut Fenner hat sich in den vergangenen Jahren um die Wanderwege verdient gemacht, jetzt hat er den Posten als Wegewart abgegeben. "Es ist schade, aber es geht aus gesundheitlichen Gründen einfach nicht", sagt der Grünhainichener.
Am Anfang war die Idee, eine Wandergruppe zu gründen. Daraus wurde schnell mehr und Helmut Fenner Wegewart. "Ich habe mich bei vielen Wanderungen über die unzureichende Beschilderung geärgert. Dann dachte ich mir, wenn ich mich über andere aufrege, müssen wir es erst einmal vor unserer Haustür besser machen." Entstanden sind mit mehreren Mitstreitern Hunderte Wegweiser. Helmut Flade, Erich Piontkowski und Helmut Schubert gehörten zu den Weggefährten im Wortsinn. Und Helmut Fenner ging in die Spur, klapperte die Grünhainichener Firmen um Unterstützung ab. "Ich habe um Material und Werkzeug gebeten - und bin nirgends abgewiesen worden", ist er über die Unterstützung froh. Der 8,5 Kilometer lange Rundwanderweg rings um Grünhainichen, ein drei Kilometer langer Abschnitt des Flöhatalwegs und der Verbindungsweg in Richtung Zschopau zählten zu seinem Bereich - und ein neuer Weg, der auch auf seine Initiative hin ausgeschildert wurde, der Mühlenweg.
Seit drei Jahren gibt es zudem einen Vogellehrpfad vom Grünhainichener Freibad bis auf Börnichener Flur. Nistkästen für 15 Arten wurden unter Helmut Fenners Ägide angebracht, beschriftet mit den jeweiligen Vogelnamen, für die die Nisthilfen bestimmt sind. "Meist halten sich die Vögel auch daran", sagt der 71-Jährige schmunzelnd.


