Am Hang unterhalb der Straße Zum Golfplatz werden für die Verlegung der B 173 Sprengarbeiten durchgeführt. Vor der ersten Sprengung am Montagabend ist der Bereich mit Fliesmatten abgedeckt worden. Damit das Gleisbett der Zschopautalbahn beim Abtransport des Gesteins nicht beschädigt wird, wurde es für Baufahrzeuge befestigt. Im Hintergrund ist die neue Fußgängerbrücke zu sehen.
Foto: Holk Dohle
275 Kilogramm Sprengstoff am Hang vergraben
Für Verlegung der Bundesstraße 173 sind in der Nähe des Flöhaer Bahnhofs Sprengarbeiten erforderlich
Flöha. Flöha. An einem Hang in der Nähe des Flöhaer Bahnhofs sind Montagnachmittag 275 Kilogramm Sprengstoff vergraben worden. Zusätzlich zu den Sprengpatronen verlegte die Firma EPC aus Ehrenfriedersdorf auf dem 22 mal zehn Meter langen Abschnitt an der neuen Fußgängerbrücke zum ehemaligen Golfplatz 530 Meter schwere Sprengschnur.
Anschließend wurde der Abhang bis hinunter zum Gleisbett der Zschopautalbahn mit Fliesmatten abgedeckt. "Zur Sicherheit, falls es zu Steinflug kommen sollte", erläuterte Sprengtechniker Ulrich Mann. Denn immerhin sind hier am Abend im Zuge der Verlegung der Bundesstraße 173 etwa 800 Kubikmeter felsiger Abhang weggesprengt worden.
"Das ist nichts Gewaltiges, es macht nur kurz puff", sagte Kurt Dölle. Es sei lediglich eine so genannte Lockerungssprengung, es bestehe keinerlei Gefahr, betonte der Baubevollmächtigte der Deutsche Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges), die im Auftrag des Freistaates Sachsen knapp sechs Kilometer neue Bundesstraße sowie einen Kilometer neue Staatsstraße plant. In den Gartenlauben und Häusern an der Straße Am Golfplatz unmittelbar oberhalb der Böschung durfte sich zum Zeitpunkt der Sprengung wie schon zur Probesprengung vor 14 Tagen dennoch niemand aufhalten.
Noch dreimal müssen die Sprengtechniker aus Ehrenfriedersdorfer in den nächsten Wochen Ladungen in Flöha zünden. Weitere Lockerungssprengungen auf dem felsigen Hangabschnitt in der Nähe von "Bauwerk 8", wie die Deges die Anfang August aufgestellte Fußgängerbrücke an der Güterbahnhofstraße nennt, sind für die Abendstunden der drei kommenden Montage, 6., 13. und 20. September, geplant.
Da das abgesprengte Material unmittelbar nach der Detonation abtransportiert wird, kommt es an den genannten Tagen jeweils von 18.30 bis 0.45 Uhr auf dem Streckenabschnitt Flöha-Hennersdorf zu Fahrplanänderungen und Schienenersatzverkehr. Wie die Deutsche Bahn mitteilte, werden die Regionalbahnen der Linie RB 80 Chemnitz-Flöha-Bärenstein (Erzgebirgsbahn) auf den Abschnitten Flöha-Hennersdorf und Flöha-Waldkirchen durch Busse ersetzt. Die Mitnahme von Fahrrädern, Kinderwagen und Rollstühlen sei in den Bussen nur eingeschränkt möglich.


