Der Gückelsberger Freundeskreis arbeitet seit Februar an der Vorbereitung ihres großen Stadtteilfestes. Jetzt geht es in die heiße Planungsphase.
Foto: Verena Toth
Gückelsberger setzen erfolgreich auf Eigeninitiative
Ältester Stadtteil Flöhas feiert 650 Jahre - Freundeskreis mit rund 20 Ehrenamtlichen bereitet Festwochenende vom 10. bis 12. September vor
Flöha. Flöha. Wie viel Bier wird gebraucht, wo kommt der Strom her und wer baut das Festzelt mit auf - viele Fragen müssen geklärt werden. Die 20 Männer und Frauen, die auf der Veranda der Gückelsberger Villa zusammensitzen, bereiten Großes vor. Ihr Wohnort, der älteste Flöhaer Stadtteil, existiert seit 650 Jahren. Und das wollen die Einwohner, die von sich selbst behaupten, ein ganz eigenes Völkchen zu sein, vom 10. bis zum 12. September mit einem großen Familienfest gebührend feiern. Dabei setzen die Gückelsberger in erster Linie auf Eigeninitiative. Banner werden selbst gemalt, und für die "Schminke" der großen Heuballengesichter, die am Ortseingang die Besucher anlocken sollen, findet sich auch gleich eine Freiwillige. "Ich mach das", meldet sich Ute Lange in der Runde sofort zu Wort.
"Wir haben im Februar die Gückelsberger einfach mit Flugblättern zu einem Treffen eingeladen und auf einige Mitstreiter gehofft. Die Resonanz war überwältigend", freut sich der Sprecher der Gruppe, Kurt Lange. Etwa 40 Leute konnten sich damals sofort für die Idee, ein gemeinsames Ortsteilfest zu feiern, begeistern. Seither hat sich eine aktive Gruppe gebildet, die sich wöchentlich trifft und nun gemeinsam auf das besondere Wochenende hinarbeitet. "Es ist eine gewaltige Aufgabe, die wir uns vorgenommen haben. Schließlich leistet jeder, der sich hier seit Monaten engagiert, reine ehrenamtliche Arbeit", macht Kurt Lange deutlich.
Mit dem großen Fest zum runden Jubiläum folgen die Bewohner des ältesten Flöhaer Stadtteils einer alten und beliebten Tradition. "In der DDR-Zeit, als in der Villa Gückelsberg ein Kindergarten und eine -krippe untergebracht waren, gab es jedes Jahr ein großes Wohngebiets- und Kinderfest. Auch an diese Zeit möchten wir erinnern und anknüpfen", so der Gruppensprecher, der auch Mitglied des Stadtrates ist. Deshalb wird es am Festwochenende einen Abend der Begegnung geben, an dem sich ehemalige Mitarbeiter und Kinder der Einrichtung sowie Bewohner, die sich dem Ortsteil verbunden fühlen, zum Wiedersehen treffen können.
"Wir wollen zeigen, dass wir als Ortsteil noch da sind und ein solches besonderes Jubiläum auch standesgemäß feiern können", betont Lange. Dabei wollen die Gückelsberger ihren rund 300 Nachbarn und Gästen eine besondere Qualität bieten. Er hat aber auch einen weiteren, sehr schönen Nebeneffekt bemerkt: "Wir Gückelsberger sind in dieser Zeit wieder enger zusammengewachsen." Mittendrin
Service
Am kommenden Dienstag ab 18 Uhr trifft sich der Freundeskreis wieder in der Villa Gückelsberg, um die letzten Absprachen für das Festwochenende zu treffen. Dazu eingeladen sind auch alle Gückelsberger, die beim Schmücken ihres Ortsteils oder dem Verteilen von Programmflyern helfen wollen.


