Die Klasse 8 a der Mittelschule Niederwiesa hatte am Mittwoch im Fach Wirtschaft/Technik/Haushalt Kochen auf dem Stundenplan. Foto: Claudia Dohle
Landschule punktet bei den Eltern
Niederwiesaer Einrichtung hält mit 66 Neuanmeldungen den Rekord im Raum Flöha und Chemnitzer Umland
Niederwiesa. Niederwiesa. Mit 66 Anmeldungen für das nächste Schuljahr kann die Mittelschule Niederwiesa die meisten neuen Fünftklässler im Raum Flöha und Chemnitzer Umland vorweisen. Nachdem im Vorjahr bereits 61 Anmeldungen gezählt worden waren, ist dieses Jahr der Rekord gebrochen. "Die Zahl spricht für sich. Unser Erfolg ist ein Ergebnis vieler Faktoren", freute sich Schulleiterin Ingrid Schwendel. Die ruhige Lage und dörfliche Umgebung seien beispielsweise für viele Chemnitzer Eltern entscheidend. "Tatsächlich kommt die größte Gruppe unserer Schüler aus der Nachbarstadt. Auch unsere neue Organisation mit der Umgestaltung zur Ganztagsschule vor drei Jahren hat sich bewährt", zählt sie weiter auf.
Neben einer modernen und freundlichen Ausstattung seien die Angebote entscheidend, weiß die Schulleiterin aus Elterngesprächen. "Neben Blockunterricht und vielfältigen unterrichtsbegleitenden Projekten ist uns eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung besonders wichtig. So gibt es einen Schulklub, in dem sich die Mädchen und Jungen aktiv einbringen und eigene Veranstaltungen auf die Beine stellen können", erklärt Schwendel. Auch in den Arbeitsgemeinschaften, wie beispielsweise Trommeln, Yoga, Fremdsprachenkurse oder Keramik sollen die verschiedenen Interessen und Talente gefördert werden.
"Dies ist kein Strohfeuer. Viele Jahre haben die Schulleiterin und ihr Kollegenteam daran gearbeitet und auf Zukunft gesetzt. Immer wieder entwickeln sie neue Methoden und Projekte, mit denen sie Eltern und Schüler zu begeistern wissen", freut sich Niederwiesas Bürgermeister Dietmar Hohm (BI) über den Zuspruch. Standort und Infrastruktur spielen dabei seiner Meinung nach ebenfalls eine entscheidende Rolle: "Der Bus fährt bis vor die Schultür, und die Umgebung hat ein wachsames Auge auf alles, was in der Nähe der Schule passiert. Das macht eben eine gute, qualifizierte Landschule aus."
Eine funktionierende Bildungslandschaft sei für eine Gemeinde wie Niederwiesa, nachbarschaftlich gelegen zu einem großstädtischen Ballungsgebiet, von großer Bedeutung, betont der Bürgermeister. "Der Erfolg und der Erhalt unserer Schulen hat vielfältige Auswirkungen auf unseren Ort und die Region. Damit ist Niederwiesa als Wohnort besonders attraktiv für Familien, Arbeitsplätze werden geschaffen", zählt Hohm auf.
Auch deshalb steht der Ausbau des Schulzentrums seit einigen Jahren ganz oben auf der Prioritätenliste. In den gerade fertig gestellten Schulhausanbau, der der erste Schritt für eine spätere Verbindung zwischen beiden Gebäuden sein soll, wurden rund 1,45 Millionen Euro investiert. Die Gemeinde Niederwiesa brachte dafür einen Eigenanteil von 657.000 Euro auf. 32 Firmen waren bislang an dem Bau beteiligt. Wenn im Sommer diesen Jahres der erste große Bauabschnitt abgeschlossen ist, sind bis dahin knapp zwei Millionen Euro investiert worden.
Derzeit besuchen 245 Schüler die Einrichtung, sie werden von 25 Pädagogen unterrichtet.


