"Natürlich ist Flöha nicht Barcelona"
Stadtchef bleibt beim Thema Zentrum optimistisch
Flöha. Flöha. Eine Woche nach dem Stadtratsbeschluss, den Kaufvertrag zum so genannten Neubau auf dem Gelände der Alten Baumwolle rückabzuwickeln, hält sich Flöhas Oberbürgermeister Friedrich Schlosser (CDU) immer noch äußerst bedeckt. Er bestätigt, dass die Verhandlungen mit fünf potenziellen Interessenten laufen. Solange jedoch noch nichts entschieden ist, werde er keine Namen nennen, sagt Schlosser weiter.
Flöha hat das seit Monaten viel diskutierte 9,5-Millionen-Euro-Projekt des Investors Braun zu den Akten gelegt. Nun wurde ein Rechtsanwalt bestellt, der den Kaufvertrag über 150.000 Euro mit dem Bayern rückabwickeln muss. "Dieser hat noch 14 Tage Zeit für seine Prüfung, ob es sich lohnt, ein Insolvenzverfahren anzustreben", sagt Schlosser. Das Knifflige daran: Offensichtlich hat sich Braun senior aus den Geschäften der gleichnamigen Fronthausener Immobilienfirma zurückgezogen und diese auf seinen Sohn Martin übertragen. "Bei dem jedoch wird nicht viel zu holen sein. Der Junior ist erst mit seinem Studium fertiggeworden", so O-Ton Oberbürgermeister.
Derweil mahnt der Flöhaer Stadtchef an, nicht ungeduldig zu werden. Er sieht die Stadt mit einem genehmigten Bebauungsplan für das Areal klar im Vorteil. "Es bleibt mir doch nichts anderes übrig, als optimistisch zu sein. Natürlich ist Flöha nicht Barcelona. Die Region verfügt über eine beschränkte Kaufkraft. Trotzdem glaube ich daran, dass wir mit dem richtigen Konzept selbst solche erreichen werden, die bislang in Chemnitz einkaufen."
Von Katrin Kablau

