Ankunft nach 30 Kilometern Radtour in Augustusburg. Der Weg zum Schloss ist noch einmal richtig steil.
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Nur die Harten kommen in den Garten!
"Freie Presse" testet, wie man in Augustusburg Winter- und Sommersport verbinden kann
Freiberg/Flöha. Freiberg/Flöha. Menschen, die aus dem Neuseeland-Urlaub zurückkehren, schwärmen vor allem von einer Tatsache: Man kann dort an einem Tag von der Skipiste an den Strand wechseln. Also bitte! Wer muss denn dazu erst an den Pazifik fliegen? Das geht doch auch in Mittelsachsen. Und beim Skifahren und Schwimmen ist es nicht einmal geblieben. Hier ist die Geschichte über die Erfindung des mittelsächsischen Quadrathlons.
Disziplin 1: Radfahren
Der Startschuss zum Sporttag fällt in Freibergs Innenstadt. Mit dem Fahrrad soll es nach Augustusburg gehen. Um etwas vom schönen "Haamitland" zu sehen, wird ein kleiner Umweg in Kauf genommen.
Spaß pur: Skifahren bei frühlingshaften Temperaturen geht auch in kurzen Hosen. Die Bedingungen auf Rosts Wiesen sind noch immer perfekt.
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Über Radwege und weniger befahrene Straßen geht es über Brand-Erbisdorf und Eppendorf nach Leubsdorf, von dort über Schellenberg ins Ziel. Die bergige, rund 27 Kilometer lange Strecke ist locker in weniger als zwei Stunden zu schaffen.
Will man allerdings noch schnell das Schloss besichtigen, muss man noch einmal kräftig in die Pedale treten. Das eigentliche Ziel sind aber Rosts Wiesen. Denn hier haben die Betreiber des Skihanges in Zusammenarbeit mit dem Wetter der vergangenen Tage und Nächte etwas ganz Besonderes geschaffen: Der Skihang ist in einem Top-Zustand!
Disziplin 2: Skifahren
Die Mittagssonne hat inzwischen schon richtig viel Kraft, der dicke Skianzug wird nicht mehr gebraucht. Getreu dem Motto "Nur die Harten kommen in den Garten" ist es durchaus möglich, mit kurzen Hosen den Hang hinab zu wedeln. Der Untergrund ist perfekt präpariert, es ist genügend Kunstschnee vorhanden. Das ist auch noch am kommenden Wochenende so, versprechen die Betreiber.
Gleich neben dem Skihang hat bereits die Sommerrodelbahn geöffnet. Eine Kombination, die es nirgendwo sonst in Mittelsachsen gibt.
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Dann wäre Skifahren bei 22 Grad möglich. Gut und schön - das gibt es auch in anderen Skigebieten. Aber wo kann man sich schon die Skistiefel abschnallen und sofort in einer Metallbahn denselben Berg hinabdonnern?
Disziplin 3: Rodeln
Antwort: in Augustusburg. Hier hat nämlich seit wenigen Tagen die Sommerrodelbahn geöffnet. Genauso abstrakt, wie das Bild der weißen Piste neben der von Wiesen umgebenen Bahn ist, genauso viel Spaß machen die zwei Extreme. Für die ganze Familie geeignet, Geschwindigkeitsrausch inbegriffen. Und was fehlt nach so viel Adrenalin? Richtig! Eine Abkühlung.
Disziplin 4: Schwimmen
Mit dem Fahrrad geht es drei Kilometer den Berg hinab, kurz wieder hinauf, und das Freibad im Ortsteil Erdmannsdorf ist erreicht.
Der Härtetest zum Schluss: Wenn schon einen verrückten Sporttag erleben, dann richtig. Baden bei 8,6 Grad Wassertemperatur im Erdmannsdorfer Bad.
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Und jetzt bekommt das Sprichwort mit dem Garten erst so richtig Gewicht. 8,6 Grad Wassertemperatur. Die Angst steigt mit ins Wasser, dass wichtige Körperteile darin zurückbleiben könnten. Nach vier hastigen Kraulbewegungen ist der Spaß vorbei. Erfrischend! Zum Nachmachen aber nicht unbedingt empfohlen. Aber wir wollten ja den mittelsächsischen Quadrathlon durchziehen. Winter- und Sommersport in einer Gemeinde innerhalb weniger Stunden. Das gibt es wohl nur hier. Bis auf das Schwimmen (das Erdmannsdorfer Bad hat noch geschlossen) ist diese Sportart derzeit übrigens wärmstens zu empfehlen. Also dann: Ski Heil! Immer genügend Luft im Reifen! Und guten Rutsch!


