Die 15 Fünftklässler des Freien Gymnasiums "Regenbogen" Augustusburg werden ihre ersten Arbeitsergebnisse der Methodenwoche den Eltern vorstellen. Inzwischen sind die Arbeiten für den geforderten zweiten Rettungsweg in der Schule, die drei Jahre nicht genutzt wurde, fast abgeschlossen. Die Stadt hatte 50.000 Euro in den Schulstandort investiert.
Foto: Claudia Dohle
Traumstart für Gymnasiasten
Augustusburg hat bereits Anmeldungen bis 2014
Augustusburg. Augustusburg. Die erste, sicherlich besonders aufregende Woche haben die 15 Augustusburger Gymnasiasten und ihre acht Lehrer geschafft. Angelika Mann, die Schulleiterin des Freien Gymnasiums "Regenbogen" Augustusburg, ist mit dem Start an der Privatschule zufrieden. "Am ersten Schultag wurden wir von den Eltern der Schüler und der Augustusburger Bürgermeisterin Evelyn Jugelt begleitet. Inzwischen haben wir uns doch schon ein wenig kennengelernt", erzählt die Pädagogin, die ihre Schüler als sehr interessiert beschreibt.
Die Mädchen und Jungen - die ersten Augustusburger Gymnasiasten überhaupt - kommen nicht nur aus der Stadt und deren vier Ortsteilen, sondern auch aus Niederwiesa, Grünhainichen, Frankenberg und auch Großolbersdorf. 8.15 Uhr beginnt für die Fünftklässler der Unterricht - in der Region doch ungewöhnlich "spät". Aber die Schul- leiterin wertet das als positiven Aspekt, denn die Schüler würden ausgeruht in den Unterricht starten. In der achten Unterrichtsstunde werden die Zehn- und Elfjährigen am Freitag ihren Eltern die Ergebnisse der so genannten Methodenwoche vorstellen. Sie haben einige Lernmethoden trainiert, und die Lehrer bescheinigten ihnen durchweg eine gute Vorbereitung durch die Pädagogen in den Grundschulen.
Gleich am ersten Schultag zeigten die Regenbogen-Gymnasiasten Einsatz im Stadtzentrum: Sie pflanzten - anknüpfend an eine Augustusburger Tradition - ein Rhododendron auf der kleinen Grünanlage vor dem Schulgebäude. "Bisher pflanzten die Abschlussklassen der Mittelschule in der Stadt einen Strauch. Diese Idee haben wir aufgegriffen. Bei uns werden es immer die neuen Schüler sein, die diese Aufgabe übernehmen", berichtet Angelika Mann. Apropos neue Schüler: Anmeldungen für die Regenbogenschule in Augustusburg liegen bereits für die Schuljahre bis 2014 vor. Es sind mittlerweile zehn.
Zurzeit wird auch von der Deutschen Privaten Finanzakademie, dem Träger der Privatschule, die Haushaltsentscheidung der sächsischen Regierung erwartet. Diese plant massive Einschnitte für Schulen in freier Trägerschaft. Die Hürden für die Gründung von Privatschulen sollen höher und die staatlichen Vorgaben größer werden. "Die Eltern müssen sich um die Zukunft ihrer Kinder aber nicht sorgen. Wir haben vorgebaut und uns starke Partner gesucht", erklärt Catrin Liebold, Hauptgeschäftsführerin der DPFA. Das Schulgeld, das monatlich gezahlt werden muss, sei vertraglich auf 97 Euro festgeschrieben und werde nicht erhöht.


