17 Bäume fallen an der Chemnitzer Straße
Roteichen müssen wegen Straßen- und Kanalbau weichen - Dafür werden Spitzahorne gepflanzt
Freiberg.
Freiberg. Kettensägen geben ab der ersten Aprilwoche den Takt in der Chemnitzer Straße in Freiberg vor. Die Stadt fällt im Zuge der Straßen- und Kanalarbeiten 17 Bäume entlang der Trasse.
Die Roteichen weichen Spitzahornbäumen. Drei der alten Hölzer pflanzen die städtischen Mitarbeiter auf das Gelände des Zentralfriedhofes. Die Arbeiten beginnen voraussichtlich am 29. März, teilte die Stadt mit. Zeitweise sei mit Verkehrsbehinderungen durch Sperrungen zu rechnen.
Notwendig sind die Neuanpflanzungen nicht zuletzt aufgrund kaputter Gehwege und Randsteine entlang der Chemnitzer Straße. Das mächtige Wurzelwerk der Eichenkolosse hat Borden verschoben und dringt stellenweise durch den Asphalt. Um dies künftig zu vermeiden, pflanzt die Stadt die grazileren Spitzahornbäume.
"Die kompakte und schmalwüchsige Kronenform dieser Baumsorte ist für diesen verkehrsintensiven Bereich ideal. Die Roteichen sind im Gegensatz für diesen Standort aufgrund der Größe nicht geeignet", informiert Jörg Schröder, Sachgebietsleiter Grünanlagen.
Die neuen und säulenförmigen Bäume sind niedriger im Wuchs und ermöglichen daher eine bessere Lichtverbreitung. Die Fällungen übernimmt eine Fremdfirma. Diese wird durch den Einsatz eines so genannten Hubsteigers die Bäume segmentweise herunter schneiden.
Von Oktober bis einschließlich Februar fällen Mitarbeiter der Stadt beziehungsweise beauftragter Firmen jährlich Bäume im Freiberger Stadtgebiet. Im Zuge von Baumaßnahmen wie an der Chemnitzer Straße erteilt die Untere Naturschutzbehörde zudem Sondergenehmigungen.
"In dieser Saison haben wir bereits 86 Bäume im Stadtgebiet gefällt. Damit werden unter anderem die Verkehrssicherheit entlang von Straßen, Wegen und Plätze wiederhergestellt, kranke Bäume ausgetauscht und auch wuchernden Hölzern in Reichweite von Häusern und Stromleitungen Einhalt geboten", erläutert Schröder.
In der Winklerstraße wurde die Anzahl der Bäume sogar erhöht. Entlang der Trasse sind achtmal mehr Hölzer gepflanzt worden, als im Vorfeld standen. Jährlich lässt sich die Stadt den grünen Daumen durchschnittlich 30.000 Euro kosten - dabei variieren die Preise für eine Pflanze von 7 bis 1000 Euro. "Ein Durchschnittsbaum kostet etwa 200 Euro", weiß Jörg Schröder.
Im Zuge der Umgestaltung des Obermarktes sollen im Oktober und November dieses Jahres Bäume gepflanzt werden. Auch die Erbische Straße wird durch dekorative, so genannte Formschnittgehölze, im gleichen Zeitraum optisch aufgewertet. Der Ludwig-Renn-Park erhält in den kommenden Wochen neue Kleinbäume und Sträucher zur Belebung des Erholungsparkcharakters.
Außerdem sind zahlreiche Ergänzungspflanzungen innerhalb der Freiberger Friedhöfe und Spielplätze sowie im Rahmen von Baumaßnahmen vorgesehen. Anlässlich des internationalen Tag des Baumes am 25. April werden bereits einen Tag vorher Bäume gepflanzt.


