Trotz Zeitverzugs durch starke Niederschläge wächst das Parkdeck am "Tivoli" in Freiberg.
Foto: Eckardt Mildner
50 Cent für eine Stunde Parken
Übergabe des Decks verschiebt sich auf Ende September
Freiberg. Die Stadt Freiberg betreibt das Parkdeck am "Tivoli" selbst. Das hat der Stadtrat auf seiner jüngsten Sitzung noch einmal bekräftigt. 50 Cent soll eine Stunde Parken kosten, verkündete Holger Reuter, Beigeordneter für Stadtentwicklung und Bauwesen. Zudem werde es Lösungen für Dauerparker geben.
Bedingt durch die starken Niederschläge in den vergangenen Wochen gibt es nach Informationen aus dem Rathaus Verzug beim Betonieren. Der Austrocknungsprozess dauere durch die Nässe länger. Dadurch verschiebe sich auch die Übergabe, die für Ende August geplant war, auf etwa Ende September, so Reuter.
Das Parkdeck 24 Stunden lang zu öffnen, sei kein Problem, meinte der Bürgermeister auf eine entsprechende Anfrage. Schließlich werde ein automatischer Betrieb eingerichtet. Notwendig sei deshalb nur eine Teilarbeitsstelle für Kontrolle und Wartung. Das Tiefbauamt wird für die Besetzung sorgen. Grundlage dieser Überlegungen ist eine von der Stadt in Auftrag gegebene Wirtschaftlichkeitsuntersuchung. In zwei Jahren soll nach dem vorliegenden Stadtratsbeschluss die jetzt angestrebte Betriebsform erneut auf den Prüfstand.
Mit Inbetriebnahme des Decks allerdings ist das kostenlose Parken an der Beethovenstraße am Oberen Kreuzteich vorbei. Entsprechend der Gebührenverordnung in der Stadt sind dann 30 Cent pro angefangene halbe Stunde zu entrichten.
Mit den entstehenden 292 Stellflächen, davon 14 für Behinderte, am Rand der Altstadt wird die derzeitige Parkplatznot minimiert. Im Oktober 2011 könnte das Problem in der Innenstadt ganz gelöst sein.
Am 20. August ist eine Sondersitzung des Stadtrates geplant. Dort soll die Entscheidung fallen, wo die geplanten etwa 400 fehlenden Stellflächen in der Altstadt entstehen. Zwei Plätze sind dafür vorgesehen. In Betracht gezogen werden nach ersten Vorschlägen von potenziellen Investoren Schloßplatz, Obermarkt und Fischerstraße. Zehn Unternehmen hatten ihr Interesse bekundet und neun die Ausschreibungsunterlagen abgeholt. Vier Angebote seien nach Ansicht von Reuter tatsächlich bewertbar.
Nach einer juristischen Prüfung entscheidet sich die Kommission in der nächsten Woche für drei Unternehmen, die bis Ende Juli ein weiterreichendes qualifiziertes Angebot abgeben. Auch diese werden geprüft, ehe der Stadtrat sein Votum abgibt. Fällt das am 20. August zugunsten der Vorschläge aus, könnte es mit den Planungen zügig weitergehen, sagt Reuter.

