Die Arbeiten auf der "Großbaustelle Obermarkt", im Bild Ulf Wendt und Udo Ackermann von der Andreas Adam GmbH Sayda, liegen trotz etlicher unvorhergesehener Behinderungen im Plan. Der erste Abschnitt soll am 19. November fertig gestellt sein, danach kann der Markt zunächst wieder umfahren werden.
Foto: Eckardt Mildner
"Alles wird sehr gut koordiniert"
Obermarkt: Bauarbeiten trotz Behinderungen im Plan
Freiberg. Freiberg. Seit Wochen müssen Freiberger und Touristen über schmale Steige balancieren, sich an Gittern vorbeischlängeln, dröhnt der Lärm der Bagger über die Großbaustelle Obermarkt. Dennoch gibt es - anders als bei anderen Dauerbaustellen - kaum Ärger oder Kritik. Alles laufe zügig und geordnet ab, "die Arbeiten werden sehr gut koordiniert", lobt Holger Reuter, der Bürgermeister für Stadtentwicklung und Bauwesen.
Dabei lief seit Anfang Juli beileibe nicht alles rund bei der Neugestaltung des Herzstücks der Stadt. "Bereits zu Beginn kam es in vielen Bereichen zu unvorhergesehenen Behinderungen", bestätigt Reuter. So war beim Kanalbau vor dem Rathaus der Baugrund "in Größenordnungen nicht tragfähig". Die Auflager mussten geändert und zusätzliche Querriegel eingebaut werden. Ähnliche Probleme gab es beim Verlegen der Wasserleitung. Zudem wurden mehrere unterirdische Hohlräume und nicht erkundete Anzüchte entdeckt. Die Entwässerungskanäle aus dem Mittelalter mussten nun entsprechend gesichert werden, so der Baubürgermeister. Ebenso hatten etliche nicht mehr genutzte Kabel und Rohrleitungen die Arbeiten zum Teil erheblich behindert. Vor dem Rathaus wurde zusätzlich eine Heiztrasse im späteren Gehwegbereich verlegt, "um dieses Areal später nicht noch einmal aufgraben zu müssen", so Reuter. Allein das habe die Baufirma rund drei Wochen gekostet.
Inzwischen hat die Saydaer Firma Adam sogar den gesamten Ablauf ändern müssen. "Der Ausbau der Südseite und der Westseite wurde drei Wochen eher begonnen und nun parallel zum Abschnitt vor dem Rathaus realisiert", erläutert der Baubürgermeister. Die Achse vor dem Rathaus, die eigentlich Mitte September fertig sein sollte, wird nun ebenfalls erst am 19. November fertig gestellt - dieses Datum steht als Termin für den gesamten ersten Bauabschnitt des Vier-Millionen-Projekts.


