Daisy Matzke gewann vergangenes Jahr und sitzt dieses Jahr in der Jury.
Foto: MGO-Ost/Veranstalter
Brand-Erbisdorf wählt die Sachsen-Miss
Das Stadt- und Haldenfest verspricht, prickelnd zu werden
Brand-Erbisdorf. Auf ein besonders heißes Wochenende steuern die Brand-Erbisdorfer zu. Vom 22. bis zum 24. Juli feiern sie auf der Reußenhalde das 44. Stadt- und Haldenfest. "Miss Deutschland Sachsen" wird gewählt, erotische Überraschungen stehen zu nächtlicher Stunde auf dem Programm, und Show-Tänzer lassen den Festzeltboden beben. 2000 bis 3000 Besucher erwartet der Stadtverein an den drei Tagen wieder.
"Die Miss-Wahl wird diesmal etwas Besonderes. Es läuft alles wie bisher, aber eine Stufe höher", verrät Hans-Jürgen Fischer, Chef des Stadtvereins. Statt der Miss Silberstreif für die Bergstadt wählen Jury und Publikum am ersten Festtag eine Miss Sachsen, die später im Wettbewerb um die Miss Deutschland beweisen soll, dass im Freistaat die schönsten Mädchen wachsen.
Die Organisatoren des bundesweiten Wettbewerbes hatten in Brand-Erbisdorf nachgefragt, ob sie ihre Sachsen-Wahl hier veranstalten können. Für den Stadtverein gab es kein langes Überlegen. Etwa zehn bereits bei Festen gekürte Teilnehmerinnen aus ganz Sachsen geben sich somit am Freitag nächster Woche auf dem Laufsteg im Brander Festzelt ein Stelldichein. In Abend- und Bademode flanieren sie über die Bretter, die die Welt bedeuten könnten, und stellen sich den Fragen eines Interviewers.
Mit dabei sind unter anderem die Miss Sächsische Schweiz, die Miss Eilenburg und die Miss Oberlausitz. In der Jury sitzen neben dem stellvertretenden Oberbürgermeister Rudolf Knechtel auch die erste Miss Silberstreif, Lisa Uhlig aus St. Michaelis, die Brand-Erbisdorferin Nicole Albert, die Finalistin des Casting-Wettbewerbes "Sachsens Show-Star" war, und Daisy Matzke aus Leipzig, die Miss Silberstreif 2010.
Nach diesem sommerlichen Spektakel mit Ausnahmebonus überlegen die Mitglieder des Stadtvereins allerdings, ob sie die Miss-Wahl in der Bergstadt weiterführen. "Es gibt genug hübsche Mädchen, aber die meisten wollen sich den harten Bedingungen nicht stellen", weiß Birgit Neuber vom Trio des Organisationsteams. Damit werde es immer schwerer, Bewerberinnen zu finden. Doch Hans-Jürgen Fischer ist sich sicher: "Der Wegfall der Wahl bedeutet nicht, dass es künftig kein schönes Fest wird.
Ein großer Tanzabend oder etwas anderes könnten ein genauso toller Auftakt am Freitag werden, der bisher immer gut besucht war." Das Fest auf der Reußenhalde liegt ebenso wie Oldtimertreffen und Stollenmarkt fest in den Händen des Stadtvereins. Das Programm stellten Hans-Jürgen Fischer, Birgit Neuber und Steffen Gotthardt auf die Beine. Während des Spektakels treten insgesamt rund 20 Helfer in Aktion, aus den eigenen sowie aus den Reihen befreundeter Vereine. "Wir organisieren das alles für die Bürger, da sind sie auch gefragt, und es gibt keinen, der Nein sagt", zeigt sich Fischer zufrieden.


