Vereinschef Jürgen Bellmann und Gitta Messner vom Stadtarchiv freuen sich über den Fund einer bislang unbekannten königlichen Urkunde zum Altertumsverein aus dem Jahr 1894.
Foto: Peter Hertel
Brücke zwischen Gegenwart und Vergangenheit
Gründungsdatum des Freiberger Altertumsvereins jährt sich am Sonntag zum 150. Mal - Forschungsergebnisse werden regelmäßig publiziert
Freiberg. Freiberg. Das Gründungsdatum des Freiberger Altertumsvereins jährt sich am Sonntag zum 150. Mal. "Dass ich mal einen so hohen Geburtstag feiern werde, hätte ich mir nie vorstellen können", sagt der Vorsitzende Jürgen Bellmann schmunzelnd. Er leitet seit sieben Jahren die Geschicke der Interessengemeinschaft und sieht es als gutes Omen, dass der Verein zurzeit rund 150 Mitglieder hat.
Ihre ehrenamtliche Tätigkeit ist auf die Erforschung der Heimatgeschichte, die Bewahrung von Zeitzeugen und vor allem die Veröffentlichung neuer Erkenntnisse gerichtet. Der Verein bietet eine Basis für jene, die sich dabei einbringen und ihre Ergebnisse auch veröffentlichen wollen. Am Sonntag treffen sich die Mitglieder mit Ehrengästen im Städtischen Festsaal, um das Jubiläum feierlich zu begehen.
Für 2010 hat sich der Verein viel vorgenommen. So wird die Erarbeitung der Zeittafel für Orte der Region Freiberg fortgeführt und das Ortschronistentreffen im April in Siebenlehn vorbereitet. Auch steht ein Veranstaltungsprogramm, bestehend aus Vorträgen und Exkursionen für alle Interessierten, bereit. "Derzeit bemühen wir uns, den Vierseithof in Niederschöna in eine Stiftung zu überführen. Er soll künftig von der Freiberger IG Bauernhaus als eine Stätte zur Weiterbildung genutzt werden", sagt Bellmann. Der Altertumsverein ist Mitglied in der Arbeitsgemeinschaft Stadtjubiläum und bereitet gemeinsam mit der Sparkassenstiftung die Vergabe des Andreas-Möller-Geschichtspreises 2010 vor. Die Forschungsergebnisse des Vereins werden regelmäßig in den "Mitteilungen des Freiberger Altertumsvereins" publiziert. 103 Hefte sind bisher erschienen. Im Heft Nummer 104, welches im Herbst zu erhalten sein wird, soll das Jubiläum besonders gewürdigt werden.


