Mit dem Signal vom Finanzministerium in Dresden könnte auf dem Areal zwischen Schloßplatz und Prüferstraße gegenüber von Schloss Freudenstein bald für den Unikomplex gebaut werden. Foto: Eckardt Mildner
Ein Brief stellt die Weichen für Uni-Projekt
Erlösende Post aus Dresden: Nun können die Planungen in Freiberg endlich angekurbelt werden - Baustart nicht vor Spätsommer 2010
Freiberg. Freiberg. Am Dienstag hat Freibergs Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm (parteilos) die lang ersehnte Post von der sächsischen Staatsregierung bekommen. Damit dürften die Weichen für das Schlossplatzquartier gestellt sein.
Finanzminister Georg Unland (CDU) hatte erst vor zwei Tagen gegenüber "Freie Presse" angekündigt, dass noch diese Woche ein Brief nach Freiberg geht. Bisher nämlich fehlte für das 20-Millionen-Euro-Projekt, für das eigentlich im Sommer 2009 Baustart sein sollte, das grüne Licht aus Unlands Haus. Was genau in dem Brief steht, war aus dem Ministerium nicht zu erfahren. Allerdings scheint es im Sinn von Freibergs Oberbürgermeister zu sein. Der nämlich war sichtlich erleichtert und meinte: "Nun kann es endlich losgehen. Der Inhalt des Briefes entspricht den wesentlichen Forderungen der Stadt Freiberg. "Schließlich sind wir mit der zusätzlichen Bereitstellung der knapp 3,9 Millionen Euro dem Land entgegengekommen", gab Schramm unmissverständlich zu verstehen. Bevor es aber richtig losgeht, wird es noch Abschlussgespräche mit Innen- und Finanzministerium geben. Und das möglichst bereits kommende Woche, so Schramm.
Georg Unland, der einstige Rektor der TU Bergakademie, gilt als Initiator des Universitätsbaus für die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät mit rund 1100 Studenten und 100 Mitarbeitern sowie das Internationale Universitätszentrum "Alexander von Humboldt" am Schloßplatz. Nach eigenen Aussagen hat er in den vergangenen Wochen mit seinen Mitarbeitern am Vertragskonzept gearbeitet. "Auch wenn das Freiberger Vorhaben ein Modellprojekt für Sachsen werden sollte, hat sich die Vertragsgestaltung als komplizierter herausgestellt als angenommen."


