Landrat Volker Uhlig (vorn), Till Beyer (l.), Geschäftsführer der gleichnamigen Herstellerfirma, und Jörg Heinrich, technischer Leiter der Anlage, haben am Donnerstag die Leerflaschensortieranlage im Freiberger Brauhaus offiziell eingeweiht.Foto: Eckardt Mildner
Eine Kamera ist das "Gehirn" der neuen Sortieranlage
85.000 Flaschen gehen pro Stunde übers Band - Brauhaus investiert 1,2 Millionen Euro
Freiberg. Freiberg. Wie von Geisterhand werden die Flaschen an der neuen Anlage der Freiberger Brauhaus GmbH sortiert. Eine ganz ungefährliche "Überwachungs"-Kamera macht es möglich: Sie nimmt Farbe, Kontur und vor allem Flaschenform ins Visier und gibt als "Gehirn" der Anlage entsprechende Signale.
Dank dieser Hinweise werden Langhalsflaschen von so genannten NRW-Flaschen getrennt. Die Erkennungsgenauigkeit von Fremdflaschen in den Kästen liegt durch diese moderne Technik bei fast 100Prozent. "Pro Takt werden 16Kisten ausgepackt, aussortiert oder direkt zur Abfüllanlage transportiert", erklärt Gerd Groß, verantwortlich für den technischen Vertrieb bei der Beyer Maschinenbau GmbH in Roßwein.
Die Fachleute des bereits seit Ende des 19. Jahrhunderts agierenden Familienbetriebes haben die Anlage entworfen, gebaut und im März an vier Tagen installiert. Das sei etwa die zehnte derartige Entwicklung und die größte des Betriebes, gibt Geschäftsführer Till Beyer zu verstehen. Das Unternehmen entwickelt verschiedene Flaschentransport und -abfüllanlagen für Kunden in ganz Deutschland und im Ausland. Bis zu den Bahamas, nach Rhodos und Kuba, in die Mongolei und nach Algerien wurden die Produkte schon geliefert.
Nach einer mehrwöchigen Testphase ist die Sortieranlage, die den Beschäftigten viele Handgriffe abnimmt, am Donnerstag während einer Beiratsberatung der Brauhaus-Gesellschaft durch Mittelsachsens Landrat Volker Uhlig (CDU) offiziell in Betrieb genommen worden. 1,2 Millionen Euro hat die Radeberger Gruppe, zu der die Freiberger gehören, dafür investiert.
85.000 Flasche pro Stunde sortiert die Anlage. Das sind 4200 Kästen, die direkt aus dem Handel in der Brauerei ankommen. Gearbeitet wird an der Neuanschaffung des Unternehmens in vier Schichten rund um die Uhr.


