Essengeld wird künftig teurer
In Sayda werden Eltern stärker zur Kasse gebeten
Sayda. Sayda. Das Hemd ist einfach zu kurz: Man kann es ziehen wie man will, es reicht nicht. In Sayda ist das nicht anders. Die Stadt muss ein Riesenloch in ihrem Etat stopfen und da ist das Hemd, sprich das Geld, mehr als knapp. Deshalb mussten die Abgeordneten zur Stadtratstagung am Mittwochabend zwei Beschlüsse fassen, die ihnen sichtlich schwer fielen.
So galt es zum ersten die Berechnung der Betriebskosten für das Jahr 2009 in der Kindertagesstätte "Bahnhofsspatzen" zu beschließen. Die aber weist ein Manko von 22.000 Euro aus. "Das liegt aber nicht daran, dass der Trägerverein der Einrichtung schlecht gewirtschaftet hat. Im Gegenteil. Es wurden vielmehr mehr Kinder betreut als geplant, was heißt, dass wir auch mehr Personal benötigten", erklärte Bürgermeister Volker Krönert (CDU). So lagen die Personalkosten bei 444.485 Euro. Für 2010 sei der Planansatz entsprechend höher. Nichtsdestotrotz: Das fehlende Geld müsse nun aus der Konsolidierung erwirtschaftet werden. Deshalb wurde vorgeschlagen und nach längerer Diskussion auch einstimmig beschlossen, die Elternbeiträge in der Einrichtung durch Satzungsänderung auf die gesetzlich zulässige Höchstgrenze anzuheben.
Der Not beziehungsweise der Rechtsaufsicht gehorchend, beschloss der Stadtrat schweren Herzens auch die Anhebung des Essenspreises in der Grundschule ab neuem Schuljahr von 1,90 Euro auf 2,30 Euro pro Portion. Eine aktuelle Kalkulationsüberprüfung hatte gestiegene Kosten bei Energie, Hygiene-, Umweltauflagen und Personalausgaben ergeben. "Ich kann noch nicht einschätzen, welche Auswirkungen die Erhöhung haben wird. Ich denke aber, dass alle Schüler bei uns mitessen, liegt an der Qualität des Essens und an der sehr individuellen Art der Essensausgabe", hofft Schulleiterin Ute Fichtner, dass die Erhöhung keinen Abbruch bringt.


