Vereinsvorsitzender Karl-Heinz Köhler mit dem vergrößerten Prägezeichen des Rothschönberger Stollns vorm sanierten Huthaus des IV. Lichtlochs.
Foto: Rolf Rudolph
Huthaus erstrahlt in neuem Glanz
Verein IV. Lichtloch kümmert sich um historische Bergbauanlage - Sanierung soll Mitte des Jahres beendet sein
Reinsberg. Reinsberg. Das Huthaus des IV. Lichtloches des Rotschönberger Stollns in Reinsberg erstrahlt in neuem Glanz. Das Gebäude erhielt ein neues Schieferdach, in das nach historischem Vorbild eine Gaube eingebaut wurde. Der Verein IV.Lichtloch hat in Eigenleistung den nicht originalen Vorbau abgerissen. Das Gebäude ziert nun eine neue Verkleidung aus Lärchenholz. Die historischen Kastenfenster sind aufgearbeitet. Jetzt werden im Erdgeschoss Elektrik, Decke und Fußboden erneuert sowie ein Sanitärtrakt eingebaut.
"Wir hoffen, bis Mitte dieses Jahres mit den Arbeiten fertig zu sein", sagt Karl-Heinz Köhler, Vorsitzender des 2002 gegründeten Vereins mit heute 36 Mitgliedern. Die neuen Räumlichkeiten sollen als Vereinsraum dienen, aber auch Reisegruppen bei einer Besichtigung der Anlage zur Verfügung stehen.
Bereits vor etwa zwei Jahren hatte der Verein den Zuschuss über das Programm für Integrierte ländliche Entwicklung (Ile) beantragt, um das Gebäude von 1844 wieder nutzbar zu machen. Zudem unterstützt die Gemeinde das Vorhaben mit 35.000 Euro, sodass mit den Eigenmitteln jetzt etwa 130.000 Euro zur Verfügung stehen. Die letzten Sanierungsarbeiten am Gebäude wurden wahrscheinlich in den 1930er Jahren durchgeführt. Neue Sanitäranlagen sind laut Köhler sehr wichtig, da jedes Jahr um die 2000 Besucher die Anlage mit Schachtgebäude/Treibehaus, überdachten Radstuben, Bergschmiede, Zimmereigebäude und Huthaus besuchen.
Für den Ausbau von Obergeschoss und Boden des Huthauses reichen die Finanzen gegenwärtig nicht aus. "Sollte dafür einmal Geld da sein, könnten wir uns im ersten Stock einen Ausstellungsraum mit bergmännischen Gerätschaften vorstellen", blickt Köhler in die Zukunft.


