Firmenchef Torsten Mädler überprüft mit der neuen Diagnosetechnik einen Lkw. Die ehemalige Dittmannsdorfer Schmiede hat sich auf Fahrzeuginstandhaltung spezialisiert.
Foto: Rolf Rudolph
In alter Schmiede stehen jetzt Lastkraftwagen
Dittmannsdorfer Firma Mädler Nutzfahrzeuge bietet Serviceleistungen für Lkw an
Dittmannsdorf. Dittmannsdorf. Wo Arthur Mädler 1932 in Dittmannsdorf eine Schmiede gegründet hat und bis vor etwa zehn Jahren noch Pferde beschlagen wurden, kümmern sich Experten heute um große Autos. Die Firma Mädler Nutzfahrzeuge ist in die Werkhallen eingezogen. Hauptstandbein des Kfz-Instandhaltungsbetriebes mit Karosserie- und Fahrzeugbau ist der Service für Lkw.
"Zudem reparieren wir Hydraulikanlagen, Abrollcontainer, Kipp- und Pritschenaufbauten und fertigen letztere auch neu nach Kundenwünschen an", erläutert Torsten Mädler. Der Meister für Karosserie- und Fahrzeugbau sowie Kfz-Mechanik leitet die Firma seit 2002.
Das kleine Unternehmen investierte rund 400.000 Euro in eine Halle mit Bremsenprüfstand für Lastkraftwagen, in Prüftechnik für die Abgasuntersuchung, in Technik für die Fahrtenschreiberprüfung sowie in einen Anbau für das Büro. Der Winter bringt für die acht Mitarbeiter besondere Herausforderungen. "Seit dem 4. Januar klingeln bei uns sehr oft die Telefone. In manchen Nächten mussten zwei Stunden Schlaf genügen", erzählt der 39-jährige Firmenchef. Grund: Wenn Lkw auf den winterglatten Straßen liegen geblieben waren, sind die Dittmannsdorfer mit ihrem Servicefahrzeug sogar bis Gera gefahren, um zu helfen.
Einem Lkw Starthilfe zu geben, weil die Batterie leer ist, sei dabei das kleinere Übel. "Das viele Tausalz auf den Straßen dringt bis zu Kontakten in den Fahrzeug vor. Das führt zu elektrochemischen Korrosionen, die zu Defekten führen", erläutert der Fachmann. So sei an Fahrzeugen unter anderem plötzlich das Licht ausgefallen oder die Ladebordwände funktionierten nicht mehr.


