Die Krippengruppe der Kindertagesstätte Mulda mit den Erzieherinnen Christina Schlesier (hinten links) und Ramona Herrmann. Lucas und Pauline zeigen am Holzpuzzle ihr Geschick.
Foto: Eckardt Mildner
Kinderarche legt in Mulda an
Tagesstätten der Gemeinde ab 1. Mai mit neuem Träger
Mulda. Mulda. Die Kinderarche Sachsen ist ab dem 1. Mai 2010 der neue Träger der beiden Kindertagesstätten in Mulda und seinem Ortsteil Zethau. Mit dem Beschluss des Gemeinderates am Montagabend geht eine fünfmonatige Zeit der Ungewissheit zu Ende. Sie war gleichzeitig geprägt vom Engagement einiger Eltern aus Mulda und Zethau sowie der Kirchgemeinde Zethau auf der Suche nach einem neuen Betreiber.
Die Vorgeschichte: Die Lebenshilfe Freiberg hatte nach rund sieben Jahren am 1. Oktober 2009 ihre Trägerschaft für die beiden Einrichtungen aufgekündigt. Wie Lebenshilfe-Geschäftsführerin Undine Heinrich erklärt, war der Auslöser ein Brief, in dem Eltern ihre Unzufriedenheit mit einigen Erzieherinnen zum Ausdruck brachten. "Wir sind für die Kinder und ihre Eltern da, und wenn die Chemie nicht stimmt, dann ist es günstiger, sich sauber zu trennen, damit wieder Ruhe reinkommt", sagt Undine Heinrich.
Deshalb habe man auch die kurze Kündigungsfrist von einem Monat vereinbart. Das Personal sei nicht entlassen worden, weil "wir es wegen altersbedingtem Wechsel in anderen Kindereinrichtungen brauchen". Zwei der Erzieherinnen seien bereits umgesetzt worden, drei gingen zum 30.April in andere Kindereinrichtungen der Lebenshilfe. Von den restlichen fünf Erzieherinnen stünde die Entscheidung noch aus.
Die Frauen gehörten am Montagabend zu den zahlreichen Gästen der Gemeinderatssitzung. Ihre einhellige Meinung: "Wir bleiben. Die Kinder stehen im Mittelpunkt, dafür sind wir Erzieherinnen geworden." Damit befinden sie sich ganz offensichtlich im Einklang mit dem neuen Träger. Denn Matthias Lang, Vorstandsvorsitzender der in Radebeul ansässigen Kinderarche, hatte vor den Gemeinderäten seiner Hoffnung Ausdruck verliehen, dass viele Erzieherinnen und damit Bezugspersonen der Kinder auch mit dem neuen Träger weiter arbeiten.


