Mit Protesten geht es in die neue Spielzeit
Mittelsächsisches Theater kämpft gegen die Verwendung von Kulturraummitteln für die Landesbühnen Sachsen
Freiberg. Freiberg. Mit besonderen Aktionen wollen Leitung und Ensemble des Mittelsächsischen Theaters in der am Sonntag beginnenden neuen Saison auf die von der Staatsregierung geplante Aushöhlung des Kulturraumgesetzes aufmerksam machen. Unter dem Motto "Kultur gehört uns" kündigten sie eine Gesprächsrunde des Fördervereins und die Teilnahme an einer für Anfang November geplanten Demonstration in Dresden an.
Die Verbundenheit der Zuschauer mit ihrem Theater ist bereits in 150Fotos dokumentiert, die bei der jüngsten Anhörung im Landtag gezeigt worden waren und auch künftig bei Protesten eine Rolle spielen.
Mit dem Kulturraumgesetz garantiert der Freistaat jährlich 86,7Millionen Euro für die Kulturarbeit in den ländlichen Gebieten. Damit wird ein eigenständiges kulturelles Leben vor Ort, von Soziokultur bis Theater, von Stadtbücherei bis Museum, von Kirchenmusik bis Volkskunst ermöglicht.
Nun aber will der Freistaat aus diesem Finanztopf sieben Millionen Euro für den Haushalt der Landesbühnen in Radebeul abzweigen, die bislang vom Freistaat finanziert wurden. Ohne die Gelder sei auch sein Haus gefährdet, sagt dazu Landesbühnen-Intendant Christian Schmidt.
Für die Kulturräume, denen dieses Geld dann fehlt, bedeutet das eine Kürzung, die sowohl Arbeitsplätze als auch das regionale Kulturleben gefährdet. So erhält der Landkreis Mittelsachsen derzeit knapp 9,4 Millionen Euro vom Freistaat. Als "Kürzungsanteil" würden dann etwa 900.000 Euro weniger zu Buche stehen.


