Pfarrer Bernhard Stief wird am 29. Juni um 14 Uhr in der Weißenborner Kirche verabschiedet. Foto: Rolf Rudolph
Pfarrer Bernhard Stief tritt in Fußstapfen einer Legende
Weißenborner Seelsorger ist Nachfolger von Christian Führer
Weißenborn. Der Weißenborner Pfarrer Bernhard Stief wird am 13. Juli in der Leipziger Nikolaikirche als neuer Pfarrer eingeführt. Damit tritt er die Nachfolge von Christian Führer an, der durch die Leipziger Friedensgebete bekannt ist, und Ende März in den Ruhestand verabschiedet wurde.
"Ich folge einem Vorschlag der Landeskirchenleitung, die mir die Nachfolge von Christian Führer in der Leipziger Nikolaikirche angeboten hat, und freue mich auf die neue Aufgabe", sagte Bernhard Stief, der mit einem lachenden und weinenden Auge aus Weißenborn weggeht. Zehn Jahre war er hier für die evangelisch-lutherische Kirchgemeinde Weißenborn/Berthelsdorf zuständig und betreute fast genau so lange die evangelische Studentengemeinde in Freiberg.
"Als Landpfarrer war ich in der Kirchgemeinde so ziemlich für alles verantwortlich. Angefangen von der Kinder- bis zur Seniorenarbeit, die Gottesdienste, für die Friedhöfe und die Verwaltungsarbeit", berichtet der 39-Jährige. In Leipzig werde das sicherlich etwas anders sein. Dort ständen die Gottesdienste und die Öffentlichkeitsarbeit im Vordergrund, und es gelte einen Mitarbeiterstab zu führen, weiß Bernhard Stief. Er will die Friedengebete seines Vorgängers, die seit 1982 jeden Montag in der 1700 Leute fassenden Nikolaikirche stattfinden, auf jedem Fall weiterführen, betont er. Ein Schwerpunkt seiner Arbeit in Leipzig soll zudem das sozial schwache Klientel in der Stadt sein.
Bernhard Stief, der in einer Pfarrerfamilie aufgewachsen ist, hat in der Orgelbau-Firma Jehmlich Orgelbauer gelernt. Von 1990 bis 1996 studierte er in Leipzig Theologie. Es folgte ein Vikariat über zwei Jahre, und im August 1998 übernahm Stief das Amt in Weißenborn.


