Unter dem Schloßplatz in Freiberg ist eine "Erlebnis"-Tiefgarage geplant. Parkende Autos auf dem Platz sind mit der Fertigstellung tabu.
Foto: Eckardt Mildner
Räte sind sich bei Förderprojekten einig
Freiberger Stadtrat bekennt sich zur finanziellen Unterstützung von Parkhaus und Tiefgarage in der Innenstadt - Mittel werden jetzt beantragt
Freiberg. Freiberg. Mit dem Beschluss zur Städtebauförderung für das Parkhaus an der Fischerstraße und die Tiefgarage am Schloßplatz hat der Stadtrat am Donnerstagabend eine weitere Hürde für die beiden Großprojekte genommen. Und das trotz massiver Einwürfe eines Freibergers von der Zuschauertribüne des Ratssaales. Der sieht eine finanzielle Beteiligung der Stadt als Verschwendung, da das Problem fehlender Parkplätze herbeigeredet sei. Der Einwurf des erregten Bürgers aber beirrte die Räte in ihrer Einmütigkeit nicht. Schließlich soll das "Blech" aus dem Stadtbild verschwinden, beteuerte SPD-Stadtrat Arnd Böttcher. Damit kann der Förderantrag jetzt bei der Sächsischen Aufbaubank gestellt werden.
Ohne Fördermittel nämlich dürften die beiden Millionen-Projekte für den Investor Dieter Füsslein von der Sachsenbau GmbH & Co KG nicht zu stemmen sein. Für den geplanten Rundbau hinter der Stadtmauer an der Schillerstraße für 222 Stellplätze muss Füsslein noch die Grundstücke Fischerstraße 17, 19 und 21 erwerben. Die Kaufverträge würden in nächster Zeit abgeschlossen, versicherte der Investor. Das betrifft laut Baubürgermeister Holger Reuter auch die Vertragsverhandlungen. Hinsichtlich der umstrittenen Zufahrt durch einen Teil der historischen Stadtmauer werde es weitere Vorlagen geben, antwortete Reuter auf eine Frage von Werner Tilch (Allianz unabhängiger Wähler). Der Schloßplatz soll sich künftig als Erlebnis- und Aufenthaltsraum ohne parkende Autos präsentieren. Die Tiefgarage wird für 182 Parkplätze konzipiert. Ob der Bereich unter dem Krügerhaus neben dem Schloss Freudenstein mit für die Garage genutzt werden kann, darüber wird noch verhandelt.


