Steuerfachangestellte sind nicht nur am Schreibtisch fit: Den Beweis wollen Bianca Weidensdorfer, Grit Kühn und Ruben Böhlen (von links) beim Freiberger Fahrrad-Zickzack am Samstag antreten.
Foto: Eckardt Mildner
Raus aus dem Büro, rein in den Sattel
Drei Kollegen eines Steuerbüros gehen beim Freiberger Fahrrad-Zickzack am Samstag an den Start
Freiberg/Brand-Erbisdorf. Als Steuerfachangestellte sitzen sie den ganzen Tag geschniegelt im Büro. Vielleicht ist der Drang nach Bewegung deshalb so groß: Bianca Weidensdorfer, Grit Kühn und Ruben Böhlen vom Steuerbüro Overmeyer, Gregorzyk & Zinn an der Zuger Straße in Brand-Erbisdorf wollen jedenfalls beim Freiberger Fahrrad-Zickzack kräftig in die Pedale treten. Sie gehen als Team mit der Startnummer 8 an den Start und haben sich ein Minimalziel gesetzt: "Ein Platz im Mittelfeld muss drin sein", gibt Ruben Böhlen, mit 26 der Jüngste im Trio, die Richtung vor. Seine Mitstreiterinnen nicken: "Das sollte zu schaffen sein."
Denn die Karten stehen für das Büroteam gar nicht schlecht - immerhin hat es eine mehrfache Sachsenmeisterin unter sich. Grit Kühn spielt beim TV Niederbobritzsch aktiv Badminton und ist in ihrer Altersklasse die Beste im Freistaat. "Ich habe im Urlaub an der Ostsee schon kräftig Schwung geholt und einige Touren im Sattel absolviert. Mehr als 60 Kilometer durften es aber nicht sein, sonst hätte meine Tochter nicht mehr mitgespielt", erzählt die 46-Jährige schmunzelnd. Da sie jede Woche trainiert und am Wochenende oft Punktspiele hat, ist sie von Haus aus gut in Form. Um Kondition zu tanken, schwitzt sie auch regelmäßig auf dem Ergometer.
Kollegin Bianca Weidensdorfer fühlt sich seit Kindheitstagen im Fahrradsattel wohl. Jetzt vor allem auf dem Mountainbike und bei Touren durchs Gelände. "Meine Tochter ist anderthalb. Da bleibt im Moment nicht so viel Zeit. Ich fahre eher unregelmäßig", sagt die 34-Jährige. Als Freizeit-Radsportler sieht sich Ruben Böhlen. Mit seinem Tourenrad strampelt er gern die Berge des Erzgebirges hoch. Er war es auch, der bei seinen Kolleginnen anfragte: Wollen wir bei dem Zickzack nicht mal mitmachen? Sie wollten.
Ihre Chefs, selbst sportbegeistert, haben extra T-Shirts mit dem Firmenlogo für den Wettkampf anfertigen lassen und drücken ebenso wie die anderen Kollegen die Daumen. "Ich würde gern das Trikot des Bergkönigs gewinnen", liebäugelt Ruben Böhlen mit möglichst vielen Fahrten an die Station "Reiche Zeche". Darüber entscheidet jedoch allein das Würfelglück. "Das macht es gerade spannend", findet der Brand-Erbisdorfer.
Eine Extra-Vorbereitung absolvieren die drei nicht. "Wir kennen Freiberg, alles andere lassen wir auf uns zukommen", sagt Grit Kühn. Eine interne Regel haben sie jedoch aufgestellt: Der Schlechteste im Team muss eine "Runde schmeißen".
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