Mittelsächsisches Theater "Hereinspaziert ins Mittelsächsische Theater!" sollte Intendant Manuel Schöbel nach Ansicht nicht nur des Fördervereins auch in der Spielzeit 2011/12 noch sagen können.

Foto: Eckardt Mildner/Archiv

Rückenstärkung für den Intendanten

Mitglieder des Theaterfördervereins hoffen auf Bewerbung Schöbels nach Auslaufen seines Vertrages

Freiberg. Freiberg. Für die Mitglieder des Fördervereins der Mittelsächsischen Theater und Philharmonie gGmbH gilt das Prinzip Hoffnung. "Wir hoffen, dass sich Intendant Manuel Schöbel neu um die Stelle bewirbt, und unser noch größerer Wunsch ist es, dass er sie auch bekommt, denn er hat bisher unwahrscheinlich aktiv agiert und seine Arbeit mehr als gut gemacht", zieht Arnold Beck, Vorstandsmitglied im Förderverein, das Fazit der Mitgliederversammlung am Dienstagabend.

Dort stand die selbst für Schöbel überraschende Nichtverlängerung seines im Juli 2011 auslaufenden Vertrages als Intendant des Mittelsächsischen Theaters erwartungsgemäß im Mittelpunkt. Doch, so Beck, weder von der Geschäftsführerin der gGmbH, Christine Klecker, noch vom Mitgesellschafter, Freibergs Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm, der gleichzeitig Mitglied im Förderverein ist, wurde etwas Neues dazu gesagt. "Ich denke aber, dass wir ein bisschen mehr Verständnis wecken konnten, denn es geht um einen ganz normalen Prozess", bekräftigte Christine Klecker am Mittwoch noch einmal. Die Verträge im Theater seien für beide Seiten gedacht, gäben auch dem Künstler die Möglichkeit, sich nach Ablauf ein neues Betätigungsfeld zu suchen. Das bestätigte auch Schramm: "Das ist ein ganz normaler Vorgang, aus dem man kein Problem konstruieren sollte."

Nachdem Beck und die Vereinsvorsitzende Carla Wünsch bereits vor der Mitgliederversammlung den OB um ein Gespräch zum Thema gebeten hatten, will der Verein nun vorerst nichts weiter in dieser Angelegenheit unternehmen. "Man ist mit zwei Leuten befreundet, die sich trennen. Da kann und will man nicht dem einen oder dem anderen den Rücken stärken", vergleicht Beck die Situation. "Gegen Christine Klecker auf der anderen Seite können wir überhaupt nichts sagen. Auch sie hat sich unwahrscheinlich um das Theater verdient gemacht", betont das Vorstandsmitglied.

 
erschienen am 10.03.2010 ( Von Gudrun Frohmader )
 
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