Marie-Louis Ebert und ihr Vater Roland ließen sich am Dienstag in der Freiberger "Terra mineralia" von Ingrid Bortlik Fachbücher über Minerale zeigen. Die Schülerin des Lößnitzgymnasiums Radebeul interessierte sich darüber hinaus an ihrem schulfreien Tag besonders für das Asien-Kabinett im Schloss Freudenstein.
Foto: Eckardt Mildner
"Terra mineralia" ist der Magnet
Umfrage unter Gästen der Stadt Freiberg ausgewertet
Freiberg. Freiberg. Die weltgrößte Mineraliensammlung "Terra mineralia" steht bei Besuchern Freibergs hoch im Kurs. Mit der Note 1,33 rangiert die Ausstellung im Schloss Freudenstein vor dem Dom (1,64), dem Bergwerk "Reiche Zeche" (1,65) und dem Stadt- und Bergbaumuseum (1,74). Das ist das Ergebnis einer Umfrage, das am Dienstag vorgestellt wurde. Im Auftrag der Stadtmarketing Freiberg GmbH hatten Studenten der Bergakademie im Sommer 214 Besucher zu Stärken und Schwächen der Kreisstadt befragt.
Wie Professorin Margit Enke betonte, schließen die Touristen Freiberg offenbar während ihres Aufenthalts noch mehr ins Herz. Während der erste Eindruck noch bei fast jedem Fünften negativ war, verließen 19 von 20 Besuchern die Stadt mit positiven Erinnerungen. "Mir wurde gesagt: Nächstes Jahr fahren wir gleich zum Freiberger Christmarkt", berichtete Oberbürgermeister Bernd-Erwin Schramm (parteilos) von Leuten, "die ursprünglich zum Dresdner Striezelmarkt wollten und in Freiberg übernachten mussten, weil in der Landeshauptstadt kein Quartier mehr zu bekommen war."
Die meisten Besucher in der Stadt sind der Umfrage zufolge Tagesgäste (65,6 Prozent) und Kurzurlauber (28,5 Prozent); länger als vier Tage bleiben nicht einmal sechs Prozent. Die Hauptgründe, nach Freiberg zu kommen, waren Veranstaltungen wie etwa das Bergstadtfest und die Nacht der Wissenschaften sowie Besuche in der Familie. "Reine" Touristen waren 22,1 Prozent, aus beruflichen Gründen weilte etwa jeder zehnte Gast in Freiberg.
Die große Mehrheit war durch Freunde und Bekannte zum Besuch animiert worden. "Deshalb ist es wichtig, dass die Freiberger selbst ein möglichst positives Bild von ihrer Stadt haben und dieses weitergeben", erläuterte die Professorin. Im Vergleich mit der Umfrage unter der Bevölkerung, die am Sonnabend exklusiv in der "Freien Presse" vorgestellt worden war, zeige sich eine weitgehende Übereinstimmung.


