Trinkwasserversorgung bis 2020 gesichert
Keine Probleme bei Qualität des Trinkwassers zu erwarten - Preise sollen bis 2015 stabil bleiben -Größere Investitionen sind nicht geplant
Freiberg. Freiberg. Wer in Mittelsachsen sein Wasser vom Wasserzweckverband Freiberg (WZF) bezieht, braucht sich keine Sorgen über die künftige Versorgung zu machen. Denn die neue Wasserversorgungskonzeption, die bei der Verbandsversammlung des WZF am Montag einstimmig beschlossen wurde, prognostiziert eine durchweg positive Bilanz.
Bis zum Jahr 2020 steht im gesamten Verbandsgebiet mehr Wasser zur Verfügung, als benötigt wird. "Es ist sehr erfreulich, dass die Deckungsbilanz positiv ist. Diese Aussage der Konzeption ist sehr beruhigend", sagte Christian Neubert, Geschäftsleiter des WZF.
Die neue Wasserversorgungskonzeption prognostiziert den Bedarf an Trinkwasser in allen Versorgungsgebieten des WZF von 2010 bis 2020. Damit löst sie die bisherige Konzeption, die im Jahr 1995 beschlossen wurde und den Trinkwasserbedarf bis 2010 plante, ab.
Im Gegensatz zum bisherigen Versorgungsplan wurden in der neuen Konzeption erstmalig auch Randbedingungen wie die Bevölkerungsentwicklung und der Klimawandel berücksichtigt. "Nur durch die Berücksichtigung sich verändernder Bedingungen kann der zukünftige Wasserbedarf präzise bestimmt werden", erklärt Christian Neubert.
Große Probleme sieht der Geschäftsleiter nicht auf den WZF zukommen. "Um die Güte des Wassers beizubehalten, wird es in einigen Abschnitten der Versorgungsgebiete notwendig sein, dass die Wasserleitungen gespült werden", sagt Neubert. Wo und wann diese Maßnahme ergriffen werden muss, werde aber von Jahr zu Jahr abzuschätzen sein.
Eine expansive Ausdehnung des Versorgungsnetzes sei laut Neubert nicht geplant. Erweiterungsbedarf bestehe derzeit nur in Voigtsdorf, wo noch gar keine öffentliche Wasserversorgungsanlage vorhanden ist sowie in Dorfchemnitz, wo momentan nur rund ein Viertel der Bevölkerung an eine öffentliche Versorgungsanlage angeschlossen ist.


