Mathias Müller von der gleichnamigen Firma Bohr-Sprengtechnik aus Elterlein/Erzgebirge fettet den hydraulischen Spalter ein. Das Gerät wird in vorgebohrte Löcher eingeführt und drückt und rüttelt den Gneis auseinander. Dabei entsteht eine große Hitze.
Foto: Eckardt Mildner
Wegebauer bohren sich durch den Fels
Fußweg wird später fertig als geplant
Hilbersdorf. Schweres Baugerät ist derzeit an der Hilbersdorfer Straße (S 190) zwischen der Muldenbrücke und Halsbacher Weg im Einsatz. Die Saydaer Andreas Adam GmbH hat den Auftrag, einen rund 300 Meter langen Fußweg zu bauen. Dabei muss auch massiver Fels abgetragen werden, wie Geschäftsführer Steffen Schuck am Montag bestätigte: "Wir haben mit Baggern das lose Material weggenommen, jetzt muss eine Spezialfirma ran." Der Fels werde aber nicht gesprengt, sondern mit Hydraulik gespalten.
Der Weg, der nicht nur die Sicherheit für die Anlieger erhöhen, sondern auch das Wander- und Radwegenetz der Region komplettieren soll, ist ein lang gehegter Wunsch der Hilbersdorfer. Bereits 2007 waren verschiedene Varianten im Gemeinderat diskutiert worden, wie mit dem felsigen Untergrund umzugehen sei. "Es hat dann hauptsächlich an der Bereitstellung der Fördermittel gehangen", kommentiert der Hilbersdorfer Bürgermeister Volker Haupt (CDU) die Verzögerung. Das Projekt koste insgesamt immerhin rund 150.000 Euro.
Haupt sieht den Fußweg auch als Teil einer durchgehenden Verbindung zwischen Hilbersdorf und Freiberg für Wanderer und Radfahrer. "Das ist allerdings noch ein langer Prozess, der auch im Zusammenhang mit der geplanten Umgehungsstraße für Freiberg steht", betont der Bürgermeister.
Der bislang avisierte Endtermin werde aber nicht gehalten werden können, kündigte Geschäftsführer Schuck am Montag an: "Bis zum 21. Oktober werden wir nicht fertig." Zum einen habe es länger als geplant gedauert, die Genehmigungen für die Felsarbeiten zu erhalten. Zum anderen sei der Fußwegbau mit einem Abwasservorhaben verbunden worden, um die Straße nicht zweimal voll sperren zu müssen. Die Freiberger LSTW GmbH verlegt jetzt parallel eine Druckleitung vom Gewerbegebiet Freiberg-Ost zum Kanalnetz der Kreisstadt.
Und noch eine Sache behindere die Arbeiten, so der Firmenchef: "Obwohl die Straße gesperrt ist, fahren viele einfach durch die Baustelle." Besonders krass sei es kürzlich gewesen, als die parallel verlaufende B 173 wegen eines Unfalls in Halsbach blockiert war.


