So könnte sich der Anblick bieten, wenn das geplante Projekt für den Windpark in Tschechien bei Moldava an der Grenze zwischen Neuhermsdorf und Holzhau umgesetzt würde.
Foto: Egbert Kamprath
Windpark-Debatte beginnt von vorn
Investoren haben Planungen auf tschechischer Grenzseite vereint - Sachsens Behörden sollen Stellung nehmen
Holzhau. Holzhau. Bei dem auf tschechischer Seite am Erzgebirgskamm geplanten Windpark stehen laut sächsischem Umweltministerium alle Zeichen wieder auf Anfang. Nachdem es Monate lang ruhig war um das Vorhaben zweier Investoren, die an der Grenze zwischen Holzhau und Neuhermsdorf mehr als 40 Windkraftanlagen mit über 100 Metern Höhe errichten wollten, scheint der Wirbel um das Vorhaben nun erneut zu beginnen.
Der Hintergrund: In der Vergangenheit lagen dem Umweltministerium in Prag gleich zwei Bauvorhaben für identische Grundstücke an der Grenze vor. Prag forderte daher beide Investoren auf, sich zunächst zu einigen, bevor die Umweltverträglichkeitsprüfung fortgesetzt wird. Diese Einigung soll im Februar durch Übernahme der Synergion Moldava durch die Czech Wind Holding (CWH) erfolgt sein.
Demnach werden die bisherigen Vorhaben durch das neue Projekt VTE Moldava ersetzt, für das eine neue Umweltverträglichkeitsprüfung durchgeführt werden muss. Hinter Czech Wind Holding stehen offenbar die potenten tschechischen Finanzgruppen PPF und J&T, deren Aktivitäten im Energiebereich durch die Übernahme der Kohlegesellschaft Mibrag im vorigen Jahr bis nach Sachsen reichen.
"Nun ist klar, dass das Projekt als neues Vorhaben gesehen wird und deshalb Untersuchungen wie die Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP), ebenfalls erneut vorzunehmen sind", informierte die CDU-Bundestagsabgeordnete Veronika Bellmann am Mittwoch über ihren Briefwechsel mit Sachsens Umweltminister Frank Kupfer (CDU). An dem aktuellen Verfahren wirkt demnach auch der Freistaat mit. So habe das tschechische Umweltministerium mit Schreiben vom 21. Juni um Stellungnahme gebeten.


