Maschine zur Lederverarbeitung Auf dieser Maschine werden die Wertleder in Zug bedruckt. Annett Berger, Abteilungsleiterin Zurichtung, demonstriert mit dem Chef der Endkontrolle, Ralf Viehrig, wie die Leder eingelegt werden müssen.

Foto: Peter Hertel

Zuger Lederwerk arbeitet sich aus der Krise

Zukunft des traditionsreichen Unternehmens stand auf der Kippe - Inzwischen stehen wieder 80 Beschäftigte in Lohn und Brot

Zug. Zug. Nachdem die Wirtschaftskrise der Wert Leder GmbH in Zug schwer zugesetzt hatte, geht es in dem Zweigbetrieb der Hewa GmbH in Rehau bei Hof wieder aufwärts. "Die Talsohle ist durchschritten. 80 Beschäftigte, meist Leder- oder Gerbereitechniker, stehen bei uns wieder in Lohn und Brot", resümiert Betriebsleiter Peter Krüger nach harten Monaten. Denn nachdem die Automobilindustrie teilweise in die Knie gegangen war, ereilte den Zulieferer das Schicksal in zeitlichem Abstand. Kurzarbeit war angesagt. Die Zukunft schien ungewiss. "Die Mitarbeiterzahl sank fast auf die Hälfte. Es mussten weitere Auftraggeber gesucht werden", blickt Krüger auf die schwere Zeit zurück.

Der gelernte Gerbermeister arbeitet seit fünf Jahren im Werk. Vorher hat er weltweite Erfahrungen in seinem Beruf gesammelt. Er leitete in Europa und Asien Gerbereien und half bei der Projektierung neuer Betriebe.

Die Zuger Firma fungiert als Lohnhersteller der Mutterfirma. Sie erhält ihre Rohware bereits in gegerbter Form aus Süddeutschland. Gefertigt werden daraus so genannte Crustleder. Das sind chrom- oder alaungegerbte Leder. Diese besitzen keine Zurichtung und eignen sich besonders zum nachträglichen Einfärben beziehungsweise Zurichten. Die Endfertigung der Leder erfolgt im Werk in Rehau. Neben speziellen und hochwertigen Ledern für renommierte Firmen der Autoindustrie werden im Freiberger Stadtteil auch Leder als Halbfertigprodukt für die Möbelindustrie hergestellt.

Über eine Million Quadratmeter Leder, vorwiegend für die Autoindustrie, verlassen laut Peter Krüger jährlich den Zuger Betriebsteil. Dabei sei Qualität besonders wichtig. Vor der Auslieferung wird jede Haut einzeln begutachtet, und die chemischen und physikalischen Parameter laufend durch die Materialprüfung im Freiberger Filk kontrolliert.

 
erschienen am 24.08.2010 ( Von Peter Hertel )
 
Kommentare
0
(Anmeldung erforderlich)

 
 
 
Artikel weiter empfehlen
per E-Mail per Bookmark
 
Facebook Teilen   Twittern  
 
Wetteraussichten für Freiberg
Mi

-9 °C
Do

-6 °C
Fr

-11 °C
Sa

-11 °C
So

-7 °C
Ärztliche Notdienste

Apotheken und Ärzte der Region

Manchmal muss es schnell gehen. Notrufe und Notdienste der Apotheken und Ärzte von Annaberg bis Zwickau finden Sie hier.

weiter lesen
 
Hochzeit: Der schönste Tag im Leben

Es soll der schönste Tag im Leben werden: Ihre Hochzeit! Dabei muss jedoch so einiges beachtet werden. Deshalb finden Sie hier Tipps und Anregungen rund ums Thema - ob zu Brautkleid, Blumenschmuck, Honeymoon, Schwiegereltern oder Hochzeitsmessen in der Region. weiter lesen

Das Hochzeits-Magazin der Freien Presse

Wer heiraten möchte, hat viel zu tun.Das Hochzeits-Magazin der Freien Presse zeigt Ihnen auf 84 Seiten Anregungen für den schönsten Tag im Leben. Hier geht's zum Magazin

Gewinnspiel

 
 
Freie Presse vor Ort

09599 Freiberg
Kirchgäßchen 1
Telefon: 03731 376-14111


Öffnungszeiten:
Mo. bis Fr. 8.00 - 18.00 Uhr, Sa. 8.00 - 11.30 Uhr

weiter lesen
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Unsere Partner
vms
aok
chursächsische
Content Partner

OA ist ein Online-PR & Social Media News Portal für effiziente Öffentlichkeits- und Pressearbeit.

 

 


Der Partner für Ihren Kredit