Der alte Helbigsdorfer Gasthof soll eine multifunktionelle Begegnungsstätte werden. Doch momentan ist er genauso wie der benachbarte Park alles andere als eine Zierde des Muldaer Ortsteils.
Foto: Klaus Ebert
Zwischen Hoffnung und Aussichtslosigkeit
Zwei Schandflecken in Helbigsdorf warten auf Erlösung: Für den alten Gasthof macht sich ein Verein stark - Für den Park findet sich kein Käufer
Helbigsdorf. Helbigsdorf. Schön ist anders. Das trifft auf den seit 2007 leer stehenden alten Helbigsdorfer Gasthof genauso zu wie auf den angrenzenden einstigen Schlosspark samt den beiden darin noch stehenden, oder vielmehr dahinverfallenden Gebäuden. Das Areal ist keine Zierde für den Muldaer Ortsteil, dessen Silbermann-Orgel in der Dorfkirche manchen Orgelfreund von weit her anzieht. Diese Zustände ärgern nicht nur den in der Nähe wohnenden Frank Lippmann, der in einem Leserbrief zu Recht fragt, wie es mit diesen Schandflecken weiter geht.
Problem Nummer eins: Der alte Gasthof
Für den ist die Lage nicht ganz aussichtslos. Vor zwei Jahren hat sich der Verein "Drei weiße Birken" mit dem Ziel gegründet, die einstige Stätte der Geselligkeit in Helbigsdorf wieder zu beleben und zu einer multifunktionellen Begegnungsstätte zu machen. Die Besitzverhältnisse sind geklärt. Das Gebäude mit dem dazugehörigen Grundstück - das ist allerdings nicht der Park - ist auf die Gemeinde umgeschrieben, der Verein hat alles, notariell beurkundet und vollzogen, per Erbbaurechtsvertrag von ihr gepachtet.
Wie Vereinsvorsitzender Silvio Preißler auf Anfrage informiert, ist in Zusammenarbeit mit einem Freiberger Ingenieurbüro der Bauantrag erarbeitet worden, die Baugenehmigung liegt vor. Was noch fehle, seien die über das Programm Integrierte ländliche Entwicklung beantragten und vom Amt für ländliche Entwicklung auch in Aussicht gestellten Fördermittel von rund 300.000 Euro.
"Der weitaus höhere Anteil sind aber Eigenleistungen als so genannte Muskelhypothek. Da hoffen wir auf die Unterstützung vieler Helbigsdorfer", sagt Preißler. Vom Landratsamt habe der Verein das Signal erhalten, dass die Behörde den Antrag unterstütze. Preißler geht davon aus, dass sich der Verein "auf der Zielgeraden" befindet und das Geld in absehbarer Zeit eintrifft, "um noch 2010 mit den Bauarbeiten beginnen zu können".


