Ein Gang verbindet künftig das ehemalige Gymnasium (hinten) und die jetzige Grundschule am Zentralen Schulstandort in Hainichen. Hans-Jürgen Eichler von der Firma Metallbau Langer aus Leipzig befestigte am Montag die Scheiben im Stahlgerüst.
Foto: Falk Bernhardt
Am Verbindungsbau werden die Glaswände montiert
Bauarbeiten an künftiger Mittelschule liegen im Zeitplan
Hainichen. Hainichen. Die Maler sind erst einmal abgezogen. Im Foyer wird der Terrazzoboden eingebracht. Und für den Physik- und Chemieunterricht sind die Möbel in den Kabinetten bereits eingetroffen: Beim Umbau des ehemaligen Gymnasiums am Lutherplatz in Hainichen liegen die Firmen im Zeitplan.
Derweil nimmt auch der etwa 20 Meter lange Verbindungsbau zwischen künftiger Mittel- und der derzeitigen Eduard-Feldner-Grundschule Gestalt an. Zurzeit werden die Glaswände montiert und die Rampe für Rollstuhlfahrer betoniert. "Die Elektrik im Haus ist installiert, und die Wärmepumpen für die Heizung könnten in den Probelauf gehen", sagte am Montag Steffan Metzner vom Bauamt der Stadtverwaltung.
Er ist fast täglich auf der Baustelle anzutreffen, um die Arbeiten mit zu koordinieren. Auch der Außenbereich, der während des Baus bisher für die Grundschüler aus Sicherheitsgründen tabu war, nimmt Gestalt an. Am Zentralen Schulstandort, an dem neben Grund- und Mittelschule auch ein Hort entstehen soll, baut die Stadt seit Mitte 2009. Mit den Oktoberferien soll schon ein Teil der Mittelschüler und Lehrerschaft aus der Maxim-Gorki-Mittelschule in der Keller-Siedlung an den neuen Standort umziehen.
Erst zu Beginn des Monats ist im Rathaus der Bescheid eingegangen, wonach die Sächsische Aufbaubank über das Programm Städtebaulicher Denkmalschutz bis 2014 insgesamt 10,5 Millionen Euro bewilligt hat. Das ist doppelt so viel, wie ursprünglich gedacht. Davon kommen je 40 Prozent von Bund und Land. Den Rest muss die Stadt aufbringen und wird dies voraussichtlich mit einem Kredit überbrücken. Nach derzeitigem Stand der Dinge ist somit der Bau der Grundschule, des Schulhortes an der Gellertstraße und die Gestaltung der Außenanlagen mit Fördergeld abgesichert.
Nach einem Jahr Pause soll 2012 eine alte Fabrik zur Grundschule umgebaut werden. Dafür stehen 3,35 Millionen Euro zur Verfügung. Insgesamt sind in Projekte der Stadtentwicklung in den vergangenen 25 Jahren rund 57,7 Millionen Euro geflossen.


