Bauen gegen die Zeit - Gymnasium-Sanierung liegt im Plan
Mehr als die Hälfte aller Fenster bereits erneuert - Damit Fördermittel nicht verfallen, muss erster Bauabschnitt dieses Jahr beendet sein
Mittweida. Mittweida. Im Zuge der Sanierung des Städtischen Gymnasiums Mittweida sind bereits mehr als die Hälfte aller Fenster erneuert worden. Zurzeit laufen auch die Arbeiten an der Fassade und der Fotovoltaik-Anlage. "Wir liegen mit den Baumaßnahmen im Plan", bestätigte am Montag Oberbürgermeister Matthias Damm (CDU). Rund 5,7 Millionen Euro - davon sind 75 Prozent Fördermittel - sollen in verschiedenen Bauabschnitten bis 2012 in dieses innerstädtische Sanierungsprojekt fließen.
Dass dieser Umbau unter einem ganz besonderen Zeitdruck steht und bislang auch von den Stadträten so manches Zugeständnis abverlangte, wurde bei vorangegangenen Stadtratssitzungen immer wieder deutlich. Einer der Kritikpunkte war, dass vom Denkmalschutz teure Holzfenster gefordert wurden, aber daneben eine geschmacklose Brandschutztreppe an dieses denkmalgeschützte Gebäude gesetzt wird.
Die Stadtverwaltung musste immer wieder Überzeugungsarbeit leisten, "denn bis 30. Oktober müssen Rechnungen vorliegen, sonst besteht die Gefahr, dass die Fördermittel für dieses Jahr weg sind und auch im nächsten Jahr nicht zur Verfügung stehen", machte Damm am Montag gegenüber der "Freien Presse" deutlich. Mittweida müsse noch in diesem Jahr den ersten Bauabschnitt beenden, damit die Fördermittel nicht verfallen.
Ursache für diesen Kampf gegen die Zeit: Die Stadt ist kurzfristig in das so genannte Efre-Programm - den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung - aufgenommen worden. Im Zuge dessen musste schnell ein für alle Seiten tragbarer Kompromiss zwischen städtischen Interessen und denen des Denkmalschutzes ausgehandelt werden.


