Das "Eingangstor" zum Technikumplatz in Mittweida, das marode Haus Nummer 9, hat die Stadt gekauft und will es gemeinsam mit der Hochschule umbauen und sanieren.
Foto: Falk Bernhardt
Der große Umbau kann beginnen
Stadtrat vergibt Auftrag zur Neugestaltung des Technikumplatzes - Marodes Gebäude wird zu Internetcafé
Mittweida. Mittweida. Die Umgestaltung des Technikumplatzes in Mittweida zu einer grünen Kommunikationsinsel kann beginnen. Die Stadträte haben auf ihrer Sitzung am Donnerstagabend im Ratssaal den knapp eine Million Euro umfassenden Auftrag an die Firma Schmidt-Bau Hoch-, Tief- und Ingenieurbau Augustusburg vergeben.
"Die Firma wird noch in diesem Jahr mit den Arbeiten beginnen", sagte Mittweidas Beigeordneter Ralf Schreiber. Der Zeitplan ist eng bemessen. Schon im August 2011 soll das Vorhaben abgeschlossen sein. Bereits in vollem Gange sind die Arbeiten unter der Erde. Die Leitungen für Wasser, Abwasser und Gas werden neu verlegt. Nahtlos soll sich dann die Oberflächenerneuerung auf den Straßen rund um das Areal anschließen.
Ideengeber für die Umgestaltung ist der Frankenberger Architekt Olaf Sporbert. Er hatte sich im vergangenen Jahr unter 50 Mitbewerbern in einem Architektenwettbewerbes durchgesetzt. Gemeinsam mit einem Partnerbüro aus Erfurt betreut er das innerstädtische Investitionsprojekt. Es wird über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) gefördert.
Eigentlich überraschend hat sich nun für die Stadt auch die Chance aufgetan, dem "Eingangstor" zum Technikumplatz ein grundlegend anderes Aussehen zu geben. Bislang waren alle Versuche, das marode Gebäude Technikumplatz 9 zu erwerben, fehl geschlagen. Wie Oberbürgermeister Matthias Damm (CDU) den Stadträten erklärte, hat sich der Eigentümer nun von seinen Vorstellungen zur Nutzung verabschiedet und das Gebäude der Stadt zum Kauf angeboten. Dem haben die Stadträte zugestimmt. Teile des Hauses stehen unter Denkmalschutz. So führt unter anderem eine barocke Steintreppe ins Obergeschoss.
Stadt und Hochschule haben mit dem Gebäude Großes vor. Nach dem Umbau könnte dort ein Anlaufpunkt nicht nur für Studenten entstehen - mit Internetcafé und Informationspunkt. In der kommenden Woche wollen Hochschule und Verwaltung über das Nutzungskonzept beraten, das in den nächsten Wochen auch öffentlich vorgestellt werden soll. Für die Sanierung des Gebäudes sind 330.000Euro im Investitionsprogramm 2010 bis 2011 eingeplant. Welche Teile davon abgerissen werden, muss allerdings noch entschieden werden.


