Museumschefin Dana Brode aus Frankenberg hat vor einer Weile ihr altes Hobby - die Malerei - wieder neu für sich entdeckt. Sie kann dabei abschalten.
Foto: Falk Bernhardt
"Es war wirklich Liebe auf den ersten Blick"
Museumschefin Dana Brode fühlt sich in Frankenberg seit mehr als 20 Jahren heimisch
Frankenberg. Frankenberg. "Ich bin kein Großstadtmensch", sagt Dana Brode, obwohl sie in der Stadt großgeworden ist. Die Leiterin des Frankenberger Museums Rittergut ist in Leipzig aufgewachsen, kam 1989 nach Frankenberg. "Es war wirklich Liebe auf den ersten Blick", gesteht Dana Brode, die daraufhin in der Stadt heimisch geworden ist. Seit 1996 lebt die studierte Ethnologin mit ihrem Lebensgefährten in einem kleinen Häuschen im Frankenberger Ortsteil Dittersbach.
Warum es ihr ausgerechnet in Frankenberg so gut gefällt, kann die Museumschefin ohne langes Überlegen sagen. "Es sind zu allererst mal die Menschen. Ich habe hier in den vergangenen Jahren viele nette Leute kennen gelernt. Und natürlich hat Frankenberg mit der wunderbaren Umgebung viele Vorzüge", schwärmt Dana Brode. Mit Hund Markus ist die 52-Jährige oft draußen unterwegs. Im Lützeltal und an der Zschopau trifft man beide auch bei Schmuddelwetter an. "Das gehört dazu", ist Brode überzeugt.
Allerdings kann die Frankenbergerin nicht nur in der Natur entspannen. Vor einer Weile hat sie ihr altes Hobby wieder neu für sich entdeckt: die Malerei. "Ich mache das nur für mich, kann dabei herrlich abschalten und dem manchmal stressigen Alltag ein Stück weit entkommen", erklärt Dana Brode, die sich schon als Kind sehr für Kunst interessiert hat. Beim Opa im Erzgebirge, der eine eigene kleine Galerie hatte, entdeckte sie ihre Liebe zur Malerei und verschwand gern mal ganz in der Zauberwelt aus Bilden.
Ein wenig von dem Zauber ist nach all den Jahren geblieben. Vom Großvater erbte die begabte Hobbymalerin unzählige Rahmen, die nun ihre eigenen Gemälde zieren. "Ausstellungen mache ich eigentlich nicht, aber ich freue mich natürlich, wenn jemandem meine Bilder gefallen", erzählt Dana Brode. In ihrem Wohnort macht sie allerdings eine Ausnahme. Im Sommer sollen ihre Werke beim Teich- und Feuerwehrfest in Dittersbach für einen Tag zu sehen sein. Die Motive, die Brode in ihren Ölbildern festhält, sind unterschiedlich. Blumenstillleben wie bei den Alten Meistern bringt sie ebenso auf Leinwand wie landschaftliche Impressionen. Hier haben es ihr vor allem Wölfe angetan.
"In Märchen und auch im wahren Leben werden Wölfe oft als Gefahr oder etwas Böses dargestellt. Mich faszinieren diese Tiere aber als intelligente Geschöpfe, die einfach in eine intakte Natur gehören und früher zu Unrecht verteufelt wurden", gibt Dana Brode einen Einblick in ihr Schaffen. An der Hochschule für Grafik und Buchkunst studierte die heutige Museumsleiterin in Leipzig, arbeitete zeitweise als Porzellan-Malerin. Ihre Kreativität lebt die Hobby-Künstlerin jetzt auch im Beruf aus.
"Zum Glück habe ich eine Arbeit, bei der man auch einige gestalterische Ideen umsetzen kann", sagt die Museumschefin, die wegen dieses Angebotes einst nach Frankenberg kam und hier nun ein Stück Kultur managt. "Es ist schön, dass sich in Frankenberg allerhand entwickelt. Das fängt bei der Kultur an und geht im Bereich Bildung weiter", denkt Brode auch an ihr zweieinhalbjähriges Enkelkind.


