Für Burgberg-Bau Landerwerb nötig
Kreis und Gemeinde wollen mit Eigentümer verhandeln
Kriebstein. Kriebstein. Nachdem Mittelsachsens Landrat Volker Uhlig (CDU) erst vor wenigen Tagen versprochen hatte, für die vielgeforderte Entschärfung des Burgbergs im Ortsteil Kriebethal eine "unkonventionelle Lösung" zu finden, keimte am Donnerstag Hoffnung in der Gemeindeverwaltung. Doch erfüllt wurde sie nicht: "Eine solche Lösung hat der Landkreis leider nicht mit im Gepäck gehabt", bedauert Bürgermeister Christoph Merker (FWK) nach diesem Gespräch, an dem Vertreter des Landratsamtes und des zuständigen Planungsbüros teilnahmen.
Gemeinde und Landkreis, die sich die Kosten für den Landerwerb jeweils etwa zur Hälfte teilen müssen, konnten lediglich den weiteren Schritt abstimmen - und der heißt: Schnellstens mit dem Grundstückseigentümer, der Karl Beteiligungsgesellschaft Innernzell, die übrigens an der Staumauer derzeit ein modernes Wasserkraftwerk baut, die Gespräche zu führen. An der Bereitschaft der Kommune mangele es nicht, auch sei bereits Geld in den Haushalt für diesen Zweck eingestellt. "Aber es ist nicht einfach. Es gehören ja immer zwei Seiten dazu. Wir bleiben auf jeden Fall dran", kündigt der Bürgermeister an.
Erst vor wenigen Wochen hatte die Bürgerinitiative, die schon seit Jahren für einen flacheren Straßenverlauf auf dieser Kreisstraße mit ihrer derzeitigen 24-prozentigen Steigung kämpft, ihr Ansinnen nochmals öffentlich in Erinnerung gerufen. Doch aus dem Landratsamt kamen deutliche Worte: "In diesem Jahr wird definitiv nicht gebaut. Wir beschäftigen uns aber mit dem Problem", hatte dessen Pressesprecher André Kaiser verkündet. Beim Besuch des sächsischen Ministerpräsidenten Stanislaw Tillich am 15. Februar in der Wepa Papierfabrik Sachsen GmbH Kriebethal keimte kurzzeitig neue Hoffnung auf eine Lösung des Problems auf, als die Firmenleitung ebenfalls auf dieses Problem aufmerksam gemacht hatte. Doch das Gespräch am Donnerstag, das mit Hoffnungen verbunden war, ging laut Bürgermeister über Absichtserklärungen nicht hinaus.
"Uns geht es schon seit Jahren um ein Gesamtkonzept zur Stärkung der Region als Tourismus- und Erholungsgebiet", hatte erst kürzlich Bernd Jentsch von der Bürgerinitiative erklärt. Doch bei diesem Problem Burgberg beiße man sich bereits seit 2008 die Zähne aus, bedauert er. Als Ergebnis der bisherigen Arbeit sei lediglich ein Umstufungsverfahren eingeleitet worden, in dessen Folge die S 32 (Kriebsteiner Berg) von der Staatsstraße in die Kreisstraße 8215 und die Kreisstraße 8213 (Ortsdurchfahrt Rossau) in eine Staatsstraße ab- beziehungsweise aufgestuft wurden.


