Pfarrer Matthias Berger ist sichtlich glücklich über die fast beendete Sanierung der Trinitatiskirche im Inneren. Am Ostersonntag soll dort der erste Gottesdienst nach den Bauarbeiten gefeiert werden.
Foto: Falk Bernhardt
Innenraum erstrahlt in einstigem Glanz
Sanierung der Trinitatiskirche in Hainichen geht weiter
Hainichen. Hainichen. Die Gerüste sind gefallen. Der Blick ist frei auf einen wunderbar ausgemalten Innenraum der Trinitatiskirche in Hainichen. Reflektoren setzen das Können des Baumeisters Gotthilf Ludwig Möckel ins richtige Licht. Das Gotteshaus erstrahlt in jenem Glanz, den er ihm in den Jahren von 1896 bis 1899 gegeben hat. Die Innensanierung und damit der erste Bauabschnitt ist abgeschlossen. Am Ostersonntag soll das mit einem Gottesdienst gefeiert werden.
Doch zuvor ist noch Großreinemachen angesagt, denn die Bänke und der Boden sind noch voller Baustaub. Kirchenputz ist am 20. und 27. März geplant. Pfarrer Matthias Berger, der sein Amt seit 2003 in der Gellertstadt ausübt, hofft auf viele fleißige Helfer, die sich im Pfarramt vorab dafür anmelden sollten. "Damit wir die Arbeiten auch richtig koordinieren können", sagt er. Im Herbst des vergangenen Jahres haben die Sanierungsarbeiten begonnen.
"Am 6. September haben wir nach dem Gottesdienst mit dem Ausräumen begonnen", erinnert sich der Pfarrer nur zu gut. Zuerst wurden die Wasserschäden beseitigt und danach die Dekormalereien im Kirchenschiff wieder frei gelegt. Im Altarraum erstrahlen am Himmel wieder Sonne und Sterne. 1958 wurden die Wände - wahrscheinlich aus Kostengründen - einfach mit weißer Kalkfarbe übertüncht. Nun ist der Schatz wieder sichtbar. 650.000 Euro kostet der erste Bauabschnitt. Bis 2011 sollen auch die Klinker an der Kirche verfugt werden. 1,5 Millionen Euro sind für die Sanierung insgesamt aufzubringen. 358.000 Euro stellt die Kirche bereit.
Die Kirchgemeinde muss dazu einen Eigenanteil von 100.000 Euro aufbringen. Und dabei freut sich Pfarrer Berger besonders über die große Spendenbereitschaft der Bürger. "Darunter sind auch viele ehemalige Hainichener", weiß Pfarrer Berger. Immerhin ist der Spendentopf mit 57.000 Euro schon gut gefüllt. Deshalb wird es für sie alle am 10. April in der Kirche, die 1200Leuten Platz bietet, eine Dankeschönveranstaltung geben.
Die Stadt Hainichen stellt für den ersten Bauabschnitt reichlich 55.000 Euro bereit. Aus dem Programm "Städtebaulicher Denkmalschutz" wird das Vorhaben zu 80Prozent gefördert. Pfarrer Matthias Berger hofft, dass nicht all zu viel Zeit verstreichen muss, bis mit dem zweiten Bauabschnitt begonnen werden kann. Doch das hängt davon ab, inwieweit auch dafür Fördermittel genutzt werden können. Darüber muss der Stadtrat entscheiden, sobald der neue Bescheid der Sächsischen Aufbaubank über die Mittelzuteilung vorliegt.
Service
Kirchenputz ist für den 20. und 27. März, 8 bis 11 Uhr geplant. Anmeldungen unter Ruf 037207 2470. Der Gottesdienst beginnt am Ostersonntag um 9.30 Uhr. Die Dankeschönveranstaltung für alle Spender findet am 10. April, 19 Uhr in der Kirche statt.


