Mfuansoni Simba (l.) und Zakhari Umaru trommelten zum Tag der Toleranz in Frankenberg.
Foto: Falk Bernhardt
Mit Sport und Kultur für mehr Toleranz
Frankenberger Bündnis organisiert zum fünften Mal Aktionstag gegen Extremismus
Frankenberg. Frankenberg. Sportler, Musiker, Tänzer und viele Gäste haben am Samstag beim Aktionstag "Sport und Kultur für Toleranz und gegen Extremismus" in Frankenberg Zeichen gesetzt. Bereits zum fünften Mal hatte das Bündnis für Toleranz und Demokratie die Veranstaltung im Hammertal mit Unterstützung des SV Barkas und der Stadtverwaltung mit dem Ziel organisiert, unterschiedliche Menschen bei gemeinsamen Aktivitäten zusammen zu bringen.
"Leider konnten in diesem Jahr nicht so viele Teams an den sportlichen Vergleichen teilnehmen. Viele Studenten, die in den vergangenen Jahren gern dabei waren, sind in den Semesterferien in ihre Heimat geflogen", bedauerte Frank Richter vom Bündnis, dass diesmal keine Chinesen und Vietnamesen der TU Chemnitz dabei waren. Internationales Flair gab es im Hammertal aber trotzdem. Zakhari Umaru aus Ghana und Simba Mfuansoni aus dem Kongo trommelten gemeinsam und unterhielten sich gern mit den Zuhörern. "Multikulti ist die Zukunft von dieser Welt", befand Mfuansoni, der sich ehrenamtlich in Chemnitz engagiert und für ein tolerantes Miteinander wirbt. In einer Diskussionsrunde berichteten junge Leute aus Afghanistan von ihrem Leben als Asylbewerber in Deutschland. "Das war sehr interessant. Der größte Wunsch dieser Afghanen ist es, in Deutschland zu studieren. Die Hürden, die sie dafür nehmen müssen, sind allerdings nicht wenige", sagte Carmen Scholtissek vom Frankenberger Bündnis. Außerdem machten die jungen Leute deutlich, dass sie nach all den schlimmen Erfahrungen in ihrer Heimat an einem sicheren Ort leben möchten.
Auch der Aktionstag soll dazu beitragen, Gewalt und Extremismus zu verhindern und damit ein friedliches Nebeneinander zu ermöglichen. "Wir sehen unsere Initiative deshalb als Prävention an. Glücklicherweise hat es in Frankenberg bislang keine schlimmen extremistischen Gewalttaten gegeben. Allerdings sind wir ständig gefordert, solchen Tendenzen geistig entgegen zu wirken und Alternativen aufzuzeigen", betonte Frank Richter. Welche das sind, wurde am Samstag deutlich. Beim Sport wurde mit fairen Mitteln gekämpft. Im Fußball gewann die Mannschaft Feinmotorik aus Chemnitz vor der Viehweg-Schule und der Max-Kästner-Förderschule. Im Volleyball setzte sich die SG Flemming durch. Zu den weiteren Teams gehörten das Martin-Luther-Gymnasium, die Viehweg-Mittelschule und die gemischte Mannschaft Proberaum. Eine Kletterwand und tänzerische Darbietungen sorgten ebenso für Begeisterung. (KAT)


