Andreas Fiebig Andreas Fiebig

Foto: Falk Bernhardt

Mit verbundenen Augen am Seil hangeln

Abenteuertour der "Freien Presse" erfordert Mut

Mittweida. Der Tanneberger Felssturz klingt nach Gefahr und Mutprobe. "Zu einer Abenteuertour gehören auch Abenteuer. Wenn man auf dieser Station auch ein wenig Mut benötigt, gefährlich ist sie nicht", erklärte Thomas Waldheim, Geschäftsführer des Talsperrenzweckverbandes. Andreas Fiebig, Präsident des TSV Fortschritt Mittweida, hat an dieser Station den Hut auf, unterstützt von Aktiven und Nichtaktiven seines Vereins.

Als Boxtrainer kennt er Mutproben, die anders gelagert sind als die am Felssturz. Hier kommt es für die Teilnehmer darauf an, sich mit verbundenen Augen an einem Seil durch unwegsamen Untergrund zu hangeln. Keiner braucht Angst zu haben, sich von Fels zu Fels hangeln zu müssen.

"Alles passiert fast ebenerdig und erfordert eigentlich nur etwas Geschicklichkeit. Hinderlich könnte sein, dass die Augen verbunden sind. Doch da müssen Abenteurer einfach durch", erklärte Andreas Fiebig.

Wer doch den Durchblick etwas verlieren sollte, dem helfen die Fortschritt-Helfer, wieder an das Seil zu kommen. Fiebig: "Unsere Übungsleiter sind sehr erfahren und wissen in allen Situationen einen Rat. Das haben sie bereits in verschiedensten Situationen in ihren Abteilungen demonstriert." Damit nimmt er Unentschlossenen den Respekt vor der Station. "Felssturz klingt einfach nach Abenteuer. Deshalb haben wir ihn ins Programm genommen. Auf jeden Fall wird es hier viel Stimmung geben - schon, wenn die Augen verbunden werden", freut sich Thomas Waldheim bereits jetzt auf den 2.Oktober.

Das tun auch die Mitstreiter von Fortschritt Mittweida, die selbst viele massensportliche Veranstaltungen organisieren. Die traditionellen Stundenläufe mit Musik sind in der Region bekannt. In diesem Jahr sind sieben dieser Veranstaltungen über die Bühne gegangen. Dabei hatte auch Roman Heinemann von der Abenteuertour erfahren. "Eine interessante Sache, an der ich unbedingt teilnehmen möchte. Klar, dass ich keine Station auslassen will. Nur die Sache mit den verbundenen Augen bereitet mir noch Sorgen. Doch ich meistere auch das", sagte er.

Service

Zur Abenteuertour der "Freien Presse" am 2. Oktober verwandelt sich die Talsperre in eine Erlebniswelt mit Action und Unterhaltung für die ganze Familie. Dafür sorgen die Betreiber von acht Stationen entlang der Wanderwege. Start ist von 8.30 bis 14Uhr an der Zschopautalhalle/Talgut in Lauenhain. Die Stationen sind bis 17 Uhr besetzt. Abenteuerpässe (Gebühr 5 Euro) werden zur Tour ausgegeben, mit denen man auch die Fahrgastschiffe auf der Talsperre kostenfrei nutzen kann. (jl)

 
erschienen am 26.09.2011 ( Von Mirko Weigelt )
 
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