Staumeister Jürgen Halm an einem der beiden neuen Einläufe im neuen Wasserkraftwerk an der Talsperre Kriebstein.
Foto: Falk Bernhardt
Neues Kraftwerk steht kurz vor dem Probelauf
Zwei Turbinen an Talsperre Kriebstein werden getestet
Kriebstein. Kriebstein. Der Probelauf des neuen Wasserkraftwerks an der Staumauer der Kriebstein-Talsperre steht kurz bevor. Dann sollen die zwei jeweils 3,8 Megawatt starken Hochleistungsturbinen getestet werden. Die Inbetriebnahme der kleineren 800-Kilowatt-Turbine soll anschließend folgen.
Wie Herbert Wastl vom Staudammeigner, der Karl Beteiligungsgesellschaft Innernzell, am Mittwoch bestätigte, sollen voraussichtlich im Mai zwei der drei Turbinen laufen, "vorausgesetzt, es kommt nichts mehr dazwischen", schränkte er ein. Eine zweistellige Millionensumme investiert die bayerische Karl-Gruppe in diese neue Anlage.
Neben der Stromproduktion wird sie eine weitere Aufgabe übernehmen: Sie soll vollautomatisch den Wasserpegel der Talsperre regulieren. Geplant ist nach Wastls Angaben, im August Einweihung zu feiern. Doch ob dieser Termin zu halten ist, entscheide sich im Mai. Beendet sind mittlerweile die Arbeiten am neu entstandenen Kraftwerksgebäude in Kriebstein. Auch wurden erhebliche finanzielle Mittel in die Einlaufbauwerke investiert.
Während der Winterperiode 2008/09 musste der Wasserpegel des Kriebsteinsees um ungefähr sieben Meter abgesenkt werden, weil die dringend notwendigen Arbeiten am Einlaufbauwerk in die Wintermonate fielen. Dies war jedoch im zu Ende gehenden Winter 2009/10 nicht nötig, da für erste Tests bereits die volle Wasserhöhe benötigt wurde. Der Zweckverband war darüber nicht böse, denn somit konnte beizeiten mit der Saisonvorbereitung begonnen werden. Wegen unvorhersehbarer Probleme sei es hin und wieder zu Verzögerungen im Bauablauf gekommen. "Vieles hier ist neu entstanden, wir müssen jetzt schauen, ob alles so funktioniert, wie wir uns das vorstellen", sagte Wastl.


