Krankenhaus Frankenberg: Der leitende Oberarzt Götz Kästner und Fachschwester Esther Hunger bei der Visite am Donnerstag auf der Intensivstation, die zu den hochmodern ausgestatteten Bereichen gehört.
Foto: Falk Bernhardt
Partner bekennen sich zum Krankenhaus
Mittweidaer und Chemnitzer Krankenhausgesellschaft arbeiten an Fortführung ihrer Kooperation
Frankenberg. Die Landkreis Mittweida Krankenhaus gGmbH (LMK) und die Klinikum Chemnitz gGmbH wollen sich um die Fortführung ihrer Kooperation über das Jahr 2013 hinaus und somit um den Abschluss einer neue Vereinbarung bemühen. Damit soll der Standort Frankenberg sicher in die Zukunft geführt werden. Darauf haben sich beide Geschäftsleitungen in dieser Woche verständigt. Nun wird vor allem um Fördermittel für die notwendige Sanierung wichtiger Bereiche gerungen. Der Frankenberger Stadtrat soll dazu am Mittwoch eine erste wichtige Weiche stellen und das Krankenhaus in ein Fördergebiet aufnehmen.
LMK hat Investitionen geplant
Laut Geschäftsführerin Marlies Sedlaczek kämpfte die LMK "bereits seit vielen Jahren um den Fortbestand des Frankenberger Krankenhauses in der derzeit vorhandenen Struktur sowie um die Sicherstellung der Patientenversorgung in der Region und um ein wirtschaftlich solides Fundament." Gemeinsam mit der Klinikum Chemnitz gGmbH sei dies bisher auch erreicht worden. Trotz der vorsorglichen Kündigung der Vereinbarung zum 31. Dezember 2013 durch das Klinikum Chemnitz hätten beide Partner für die Zeit ab Januar 2014 weitestgehend Einvernehmen hinsichtlich der Leistungen und der Kosten erzielt. Denn in engem Zusammenhang damit stünden die erforderlichen Sanierungsmaßnahmen und Investitionen am Standort Frankenberg, für die die LMK planerisch bereits alle Voraussetzungen geschaffen habe. Der Landkreis Mittelsachsen als Gesellschafter und die zuständigen Gremien der LMK hätten den erforderlichen Beschluss für die Baumaßnahmen bereits gefasst. "Bisher konnten jedoch trotz großer Bemühungen, auch der Stadt Frankenberg, keine Fördermittel akquiriert werden", bedauert die Chefin. Mit großer Freude habe die LMK deshalb die Nachricht des Frankenberger Bürgermeisters aufgenommen, den Bereich des Krankenhauses in das städtebauliche Fördergebiet aufzunehmen und somit die Möglichkeit zu eröffnen, für die dringenden Sanierungsarbeiten Fördermittel zu erhalten.
Klinikum will Vertrag erfüllen
Mit der Fortführung der Kooperation nach 2013 ist laut Sedlaczek die Grundlage für die geplante Sanierung am Standort Frankenberg geschaffen. Die LMK habe vor, sieben Patientenzimmer, das Pflegebad und Personalräume über der bereits vorhandenen Kurzzeitpflegestation zu modernisieren. "In einem Anbau werden weitere neun Zweibettzimmer, Sanitäreinrichtungen und ein Patientenaufenthaltsraum eingerichtet. Ziel ist es, für den Bereich der Inneren Medizin eine wirtschaftlich tragbare Fachabteilung mit insgesamt 36 Betten zu schaffen", sagt die Geschäftsführerin. All das habe höchste Priorität. Denn es diene dem Wohl der Patienten, dem Erhalt von Arbeitsplätzen und der Sicherstellung einer umfassenden medizinischen Betreuung in der Region.
"Wir sind sicher, dass wir uns auf einem guten Weg befinden, was unsere Gespräche anbelangt", würdigt der kaufmännische Geschäftsführer des Klinikums Chemnitz, Markus Horneber, die Zusammenarbeit mit der LMK. Auch das Klinikum, das die Notfallambulanz, die Chirurgie und die OP-Abteilung betreut, sei daran interessiert, dass dieser Vertrag erfüllt wird.
Beide Seiten seien sich einig, dass ein wirtschaftlicher Betrieb die Voraussetzung für den Fortbestand des Frankenberger Krankenhauses ist. Dazu müssten in Frankenberg künftig weitere Gesundheitsleistungen angeboten werden, heißt es aus Chemnitz. Vor allem aber komme es darauf an, dass die Frankenberger selbst, die Bewohner des Umlandes und die Bundeswehr den Standort Frankenberg noch stärker als bisher annehmen.


