Am Technikumplatz in Mittweida haben schon die vorbereitenden Arbeiten für den bevorstehenden Start zum Umbau des Areals begonnen. Derzeit werden dort Leitungen ausgewechselt.
Foto: Falk Bernhardt
Technikumplatz-Bau kurz vor Start
Arbeiten an den Versorgungsleitungen im Umfeld laufen bereits - Architekt: Baubeginn im September wäre möglich
Mittweida. Mittweida. Die Umgestaltung des Mittweidaer Technikumplatzes zu einer grünen Kommunikationsinsel steht kurz vor dem Beginn. Bereits in vollem Gange sind die Arbeiten zum Wechseln der Versorgungsleitungen für Wasser, Abwasser und Gas. Nahtlos soll sich dann die Oberflächenerneuerung auf den Straßen rund um das Areal anschließen.
"Wenn alles gut läuft, könnten im August die Ausschreibungen erfolgen, so dass eventuell im September der Baubeginn möglich wäre", sagt der Frankenberger Architekt Olaf Sporbert, der sich im Oktober vorigen Jahres unter 50 Mitbewerbern innerhalb eines Architektenwettbewerbes durchsetzen konnte und mit einem Partnerbüro aus Erfurt dieses innerstädtische Investitionsprojekt, das über den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (Efre) gefördert wird, fachlich betreut.
Im Mittelpunkt seiner Gestaltungsidee steht, eine "ruhige Verbindung mit verschiedenen Flächenstrukturen zwischen der Stadt und einem grünen Hochschulcampus" zu schaffen. Die etwa sechs Meter Höhenunterschied bis zum Hochschulgebäude sollen durch leicht verkippte, terrassenartige Elemente überwunden werden und ein harmonisches Bild ergeben. 958.000 Euro erwartet die Stadt dafür aus dem Efre-Programm. Der Antrag ist bereits seit langem gestellt.
Der Hochschule selbst liegt viel daran, dass der Technikumplatz als Verbindung zwischen dem neu zu bauenden Zentrum für Medien und soziale Arbeit an der Bahnhofstraße und dem Campus entwickelt wird. Erst vorige Woche war bekannt geworden, dass der Wissenschaftsrat ein 21,5 Millionen Euro teures neues Institut für Lasertechnik in Mittweida empfohlen hat. Die Hochschule teilte daraufhin mit, dass sie dafür das Gelände des jetzigen Simmel-Marktes favorisiert. Aber es sind noch weitere zwei Standorte im Gespräch: das Gelände hinter dem künftigen Medienzentrum an der Bahnhofstraße und der Technologiepark.
Auch Oberbürgermeister Matthias Damm (CDU) sieht in der Simmel-Variante mehrere Vorteile: "Dieser Standort für das neue Laserzentrum liegt zentral und bietet eine hochschulnahe Nutzung. Zudem wäre der Simmel-Komplex dann wieder ausgelastet, die dortigen Parkdecks könnten mit genutzt werden."
Von der Idee, das ehemalige Hotel "Stadt Chemnitz" mit in die Planungen einzubeziehen, hat sich die Stadt mittlerweile verabschiedet, da mit den Gebäudeeigentümern noch keine Einigung erzielt wurde. Ein unmittelbares "konzeptionelles Interesse" an dem Gebäude habe die Stadt nicht, hatte Damm erst kürzlich erklärt. Die geplante Neugestaltung des Technikumplatzes könne auch ohne das "Stadt Chemnitz" beginnen.


