Franziska Walther und Philipp Grimm gehören zu den ersten sechs Schülern, die in den Ferien im Technologiepark Mittweida jobben.
Foto: F. Bernhardt
Technologiepark bietet erstmals Ferienjobs
Geschäftsführer Peter Opitz will damit weitere Firmen zur Nachahmung animieren
Mittweida.
Mittweida. Der Technologiepark Mittweida (TPM) bietet in diesem Jahr erstmals Ferienjobs für Schüler an. "Wir wissen, dass die Nachfrage dafür besteht", sagte am Mittwoch TPM-Geschäftsführer Peter Opitz. Zum einen helfen die Jugendlichen, das 16.500 Quadratmeter große Gelände zu pflegen. Sie schneiden Hecken und mähen Rasen. Zum anderen soll auch ein Zeichen gesetzt werden: "Firmen sollten Ferienjobs als eine Chance sehen, den eigenen Nachwuchs für ihr Unternehmen zu sichten", sagt Peter Opitz.
Angesichts der demografischen Entwicklung sei das dringender denn je notwendig. In einer Woche könne man durchaus schon einschätzen, ob die jungen Leute mit Freude bei der Arbeit sind, pünktlich, fleißig zuverlässig. "Die bürokratischen Hürden liegen für die Firmen dabei gar nicht hoch", wirbt Opitz. Die Ferienjobs sind versicherungspflichtig anzumelden, und eine Lohnsteuerkarte muss besorgt werden. Die fünf Jungs und das eine Mädchen, die in diesen Ferien im TPM jobbten, erhalten fünf Euro die Stunde - für eine Woche also 150 Euro.
Philipp Grimm aus Mittweida kann das Geld gut gebrauchen. "Für meinen Führerschein", sagt der 16-Jährige, der nach den Ferien in die zehnte Klasse an der Fichte-Mittelschule startet. Landschaftsgärtner wird er wohl nicht werden, wohl eher Kfz-Mechaniker. Aber Spaß mache ihm die Arbeit schon. Weitaus konkretere Berufsziele hat da Mitschülerin Franziska Walther aus Claußnitz. Die 15-Jährige will nach bestandener Prüfung an der Mittelschule Sozialassistentin, später dann Sozialpädagogin werden. Über den Ferienjob in Mittweida freut sie sich: "Ich habe bei so vielen Firmen angefragt, aber nur Absagen erhalten."
Über den Berufsberatungslehrer erfuhren die beiden von dem Jobangebot. "Und sie haben sich sofort mit einer Bewerbung auf den Weg zu uns gemacht", sagt Peter Opitz. Das hat auch bei ihm Wirkung gezeigt: Denn es gab weit mehr Anfragen auf die sechs Plätze. Im nächsten Jahr wird der TPM mit seinem Projekt "Brücke", das Firmen und Lehrlinge zusammenführt, auch gezielt auf das Thema Ferienarbeit einstimmen.


