Der gesperrte Bahnübergang in Dölitzsch erzürnt nach drei Monaten Bauzeit die Anwohner umliegender Orte sowie Pendler. Fußgänger und Radfahrer können ab dem 5. August den Bahnübergang wieder nutzen.
Foto: Mario Hösel
Bundesstraße bleibt weiterhin Baustelle
Verkehr rollt erst ab Mitte August wieder über den Bahnübergang
Rochlitz/Dölitzsch. Das Geduldsspiel für viele Autofahrer geht weiter: Die Bundesstraße 175 bleibt im Bereich des Bahnüberganges in Dölitzsch bis 15. August gesperrt. Dies teilte die Stadtverwaltung Geithain auf Anfrage mit. Die Deutsche Bahn lässt seit Anfang Mai die berüchtigte "Sprungschanze" beseitigen. Diese zwang die Autofahrer bisher dazu, ihre Gefährte im Schritttempo über die Schienen zu manövrieren. Bizarr: Vor über fünf Jahren hatte die Bahn den Schienenstrang zwischen Chemnitz und Leipzig für die Neigetechnik ausgebaut und die "Sprungschanze" errichtet.
Eine bessere Nachricht gibt es hingegen für Fußgänger und Radfahrer: Für sie ist der Bahnübergang bereits ab Freitag, dem 5. August, wieder voll nutzbar. Durch die Baumaßnahmen verlagert sich der Verkehr seit einem Vierteljahr auf Trassen und Schleichwege nahe gelegener Orte. Besonders betroffen sind die Narsdorfer - durch das Dorf führt die offizielle Umleitung. "Der Verkehr hat stark zugenommen - um 1000 Prozent", veranschaulicht Anwohner Walter Schmager die Lärmbelastung. Vor allem zwischen 4.30 Uhr und 7 Uhr sowie 16 und 18 Uhr fuhren die Autos in Kolonnen. "Wir müssen aufgrund von Staub und Lärm die Fenster schließen. Das sind wir in unserem beschaulichen Narsdorf gar nicht gewöhnt. Ich bin froh, wenn wieder Normalität einkehrt", sagt der Narsdorfer Walter Schmager. Auch Pendler sind von der Sperrung betroffen. So steigen viele Peniger momentan in Burgstädt in den Zug, um die weiträumige Umleitung durch Narsdorf und Schleichwege zu meiden.


